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Wittenburg : Unverhoffter Geldregen für Motelstadt

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Der Bund hat für MV 1,744 Millionen Euro zusätzliche Fördermittel für den Städtebau bereit gestellt. Mit Anteilen von Bund, Land und Kommunen stehen so weitere Mittel in Höhe von 5,1 Millionen Euro zur Verfügung.

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erstellt am 27.Dez.2012 | 05:01 Uhr

Wittenburg | Der Bund hat für Mecklenburg-Vorpommern 1,744 Millionen Euro zusätzliche Mittel für die Förderung des Städtebaus bereit gestellt. Mit den Anteilen von Bund, Land und Kommunen stehen somit weitere Mittel in Höhe von 5,1 Millionen Euro zur Verfügung.

"Ich freue mich, dass der Bund das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Denn von den Mitteln profitieren die Kommunen und vor allem die Einwohner in den Städten und Gemeinden bei uns im Land. Öffentliche Plätze, Straßen oder Gebäude können damit saniert werden. Auch städtebauliche Denkmalschutzmaßnahmen werden umgesetzt", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe kürzlich in Schwerin.

In diesem Jahr erhalten insgesamt 56 Städte und Gemeinden im Land insgesamt 53,7 Millionen Euro an Bundes- und Landesfinanzhilfen aus dem Städtebauförderprogramm. Gerade in Zeiten knapper werdender Mittel sei jede Unterstützung hilfreich. Die Bundesmittel würden in gleicher Höhe vom Land komplementiert, so Glawe weiter in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Die Städtebauförderung konzentriert sich auf die Erhöhung der Attraktivität städtischer Räume. Von dem unverhofften Geldregen kurz vor Jahresende profitiert nun auch die Stadt Wittenburg. Nämlich für private Sanierungen in der historischen Altstadt.

"Mit dem Eigentümer des Grundstücks Große Straße 36 wurden in den letzten zehn Jahren zahlreiche Gespräche geführt, um ihn zu einer Sanierung des Gebäudes zu veranlassen", berichtete Bürgermeister Norbert Hebinck auf der letzten Stadtvertretersitzung. Das jüngste Gespräch mit dem Eigentümer am 25. Oktober sei erfolgreich verlaufen.

Die Sanierung solle als Vollmodernisierung durchgeführt werden und werde voraussichtlich rund 498 000 Euro kosten. "Das Gebäude Große Straße 36 ist aufgrund seiner Lage als besonders erhaltenswert eingestuft, so dass gemäß des Beschlusses zur erhöhten Förderung vom 24. März 2010 ein Zuschuss von 50 Prozent gewährt werden kann. Damit kann die Maßnahme mit etwa 248 000 Euro gefördert werden."

Der Bauherr beabsichtige, so das Stadtoberhaupt weiter, mit der Sanierung des Gebäudes im Frühjahr 2013 zu beginnen. Er habe den Auftrag zur Erstellung der Unterlagen für Bauantrag und Sanierungsgenehmigung noch im Gespräch an den anwesenden Planer erteilt. Durch den Sanierungsträger sei die Genehmigung des Ministeriums und Landesförderinstitutes einzuholen, bevor eine Modernisierungsmaßnahme abgeschlossen und mit dem Projekt begonnen werde könne. Norbert Hebinck: "Erst mit Abschluss der Vereinbarung verpflichtet sich die Stadt Wittenburg, den Zuschuss entsprechend der vertraglichen Regelungen zu zahlen. Eine Auszahlung der Städtebaufördermittel erfolgt nach dem Vorhandensein von Kassenmitteln." Für das Programmjahr 2012 seien insgesamt 520 000 Euro zusätzliche Städtebaufördermittel angekündigt, die auf die nächsten Jahre aufgeteilt würden.

Norbert Hebinck: "Die Große Straße werden wir weiter am Kochen halten. Durch diese zusätzlichen Mittel können wir zeitnah Interessenten bei der Vollsanierung der Häuser bis zu 50 Prozent unterstützen."

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