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Kommentar : Unser Arbeitsmarkt muss sich schnell ändern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mit geringen Löhnen überzeugt man keinen einzigen Pendler zur Rückkehr

Es ist der Blick in den Spiegel des Alltags unserer Region. Statistiken mögen ja oft dröge und langweilig sein, diese über unsere Pendler ist es mit Sicherheit nicht. Diese Zahlen führen uns vor Augen, was wir schon immer geahnt und teilweise auch gewusst haben. Unser Wohlstand hängt von der Nähe zum Westen ab. Und das mehr als uns auf Dauer lieb sein kann. Auf der einen Seite ist es sicher von Vorteil, wenn es den Pendlern gut geht. Sie zahlen schließlich hier Steuern und wohnen hier. Auf der anderen Seite besteht immer die Gefahr, dass sie ganz weggehen. Und, der heimische Wirtschaft fehlen zunehmend die Arbeits- und Fachkräfte. Es sind ja nicht die Geringqualifizierten, die außerhalb arbeiten.

Arbeiten am Wohnort, das schaffen nur noch wenige. Nicht nur in Richtung Westen wird täglich zur Arbeit gefahren, auch innerhalb unserer Region herrscht enormer Verkehr.

Was folgt daraus? Die arbeitende Bevölkerung ist hochmobil und sie wird es bleiben. Daran sollten vor allem die Arbeitgeber denken. Wer sowieso fährt, der kann auch anderswo arbeiten, wenn das Angebot stimmt. Und genau darauf wird es in den kommenden Jahren ankommen. Die Zeiten der Billiglöhne in Westmecklenburg müssen nun zu Ende gehen, wenn nicht noch mehr pendeln sollen. Wer vernünftigen Lohn, planbare Arbeitszeiten und ein gutes soziales Klima anbietet, der wird auch in Zukunft gute Arbeitnehmer finden. Vielleicht ist dann auch der eine oder andere Pendler darunter.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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