Sanierte Strecke Hagenow-Zarrentin mit Leben erfüllen : Unkraut zwischen den Bahngleisen?

<strong>Arnold Krause </strong>- hier mit Fotos von der Bahnstrecke Hagenow-Zarrentin - findet, dass die Eisenbahntrasse mehr touristisch genutzt werden muss. <fotos>Hirschmann/privat</fotos>
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Arnold Krause - hier mit Fotos von der Bahnstrecke Hagenow-Zarrentin - findet, dass die Eisenbahntrasse mehr touristisch genutzt werden muss. Hirschmann/privat

Arnold Krause ist als Eisenbahnerkind mit der Bahn groß geworden und arbeitete später selbst bei der Bahn. In Hagenow-Land aufgewachsen, fühlt er sich sehr verbunden mit allem, was auf und neben der Schiene passiert.

svz.de von
08. März 2013, 07:20 Uhr

Hagenow | Arnold Krause ist als Eisenbahnerkind mit der Bahn groß geworden und arbeitete später selbst bei der Bahn. In Hagenow-Land aufgewachsen, fühlt er sich sehr verbunden mit allem, was auf und neben der Schiene passiert. Und da fängt bei ihm schon das Problem an. "Wenn ich die gut ausgebaute Bahnstrecke von Hagenow nach Zarrentin sehe und berücksichtige, wieviel Millionen in die Sanierung geflossen sind, dann bin ich sehr traurig, wenn die Strecke jetzt nur für die Güterzüge nach Zarrentin und zurück genutzt wird und ansonsten zuwächst", sagt der Hagenower im Gespräch mit SVZ, der sich gleichsam bei den "Eisenbahnfreunden im Museum Hagenow" engagiert.

Erst vor kurzem informierte die Metropolregion Hamburg über die Sitzung des Lenkungsausschusses, bei der es über neue Regelungen für die Gewährung von Fördermitteln ging. Nach seinen Worten gibt es demnach neue Möglichkeiten für Kooperationsprojekt zwischen Städten, Gemeinden und Landkreisen, wenn sich Verantwortliche finden würden, die sich um den touristischen Ausbau dieser Strecke kümmern würden. "Hier möchte ich ansetzen und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, die Bahnstrecke Hagenow-Zarrentin auch mehr für touristische Projekte zu nutzen. Denn wir haben doch Attraktionen hier, die sehenswert sind. Ich denke dabei an die Stadt Hagenow, an die Wintererlebniswelt in Wittenburg und an die Natur des Biosphärenreservates in Zarrentin. Alles liegt bekanntlich an der Bahnlinie. Und wenn alle Interessierten, alle Verantwortlichen, die das Sagen und die Kraft haben, etwas zu verändern, das erkennen, dann müsste man doch diese Eisenbahnstrecke als eine Chance begreifen, die Attraktivität unserer Region zu erhöhen", überlegt er laut. So könnte man nach seinen Worten beispielsweise auf der Hin-Tour mit dem Fahrrad nach Zarrentin fahren, zurück würde es dann mit dem Zug gehen. Allerdings müsse dafür auch die Bequemlichkeit der Menschen überwunden werden, damit sie die angebotene Transportleistung auch in Anspruch nehmen. Auch wäre es nach seinen Worten so möglich, mehr Kinder mit dem Transport auf der Schiene vertraut zu machen. "Ich möchte, dass auch noch zukünftige Generationen die Bedeutung der Bahn erfassen, bevor dieses technische Wunderwerk gänzlich verschwindet", sagt er.

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