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Hagenower Kreisblatt

20. Oktober 2017 | 00:01 Uhr

Wittenburg : Und wieder ein Schrittchen weiter

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lange geplantes Wittenburger Feuerwehrzentrum hat wichtigste bürokratische Hürde genommen / Stadt will 2016 unbedingt bauen

von
erstellt am 23.Okt.2015 | 14:20 Uhr

Es geht voran bei einem der wichtigsten Projekte der Stadt Wittenburg, dem längst überfälligen Neubau der Feuerwehrwache. Allerdings nur in kleinen Schritten. Jetzt haben die Planungen die wichtigste bürokratische Hürde genommen. Das Landesamt für Katastrophenschutz hat der Raumplanung für das an der Umgehungsstraße geplante Objekt mit kleinen Änderungen zugestimmt. Das klingst für den Laien unwichtig, markiert aber eine wichtige Etappe in dem extrem bürokratischen Verfahren. Nun müssen noch einige Änderungen vom Architekten eingearbeitet werden, bevor die landeseigene Gesellschaft BBL mit  der baufachlichen Prüfungen beginnen kann. Damit wird in der Wittenburger Verwaltung noch in diesem Jahr gerechnet. Für die Prüfung hat das Land dann noch einmal drei Monate Zeit. Schließlich müssen dann noch die Fördermittel vom Land kommen, bevor die Ausschreibung starten kann.

Bürgermeisterin Margret Seemann ist auf der einen Seite heilfroh, dass es vorwärts geht, will aber andererseits nicht zu optimistisch sein.

„Wir wollen so schnell wie möglich bauen, ich gehe jetzt von einem Baustart im Frühjahr kommenden Jahres aus, so dass die neue Wache dann in 2017 in Betrieb genommen werden kann.“ Es geht um ein Projekt von 2,2 Millionen Euro. Die maximale Fördersumme beträgt dafür 1,1 Millionen Euro. Der Landkreis hat bereits 400 000 Euro per Bescheid zugesagt und wird noch einmal 100 000 Euro nachschieben. Zusammen mit den erheblichen Eigenmitteln aus dem städtischen Haushalt und den  fest eingeplanten Fördermitteln vom Land käme dann so etwas wie eine Drittelfinanzierung zustande. Bürgermeisterin Seemann hat erst vor Wochen gemeinsam mit Landrat Rolf Christiansen Druck in der Sache beim Land gemacht. Die Zustände in der viel zu kleinen und technisch veralteten Wache seien schon lange unhaltbar.

„Wir haben dem Land gesagt, dass wenn der Neubau nicht kommt, wir notgedrungen in den alten Standort investieren müssen. Das wäre zwar rausgeworfenes Geld aber wir hätten keine Wahl“, weiß Seemann. Viel zu klein, beengt, schlecht beheizbar, teure Einsatzsachen, die schimmeln und eine abenteuerliche Ausrückeordnung gehören zu den Problemen. Dabei gehört die Wittenburger Wehr nicht zuletzt wegen ihrer nicht ungefährlichen Einsätze auf der Autobahn A 24 zu den Schwerpunktwehren der Region. Und alle anderen haben ihre neuen Wachen schon, seit Jahren.

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