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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 11:20 Uhr

Toddin : Und der Storch guckt zu

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Wasser- und Bodenverband Boize-Sude-Schaale beginnt mit der Gewässerunterhaltung. Aufgeweichtes Gelände erschwert Arbeiten

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Wenn Guido Dorrmann seinen Spezialbagger in Gang bringt und im Auftrag des Wasser- und Bodenverbandes Boize-Sude-Schaale jetzt damit beginnt, die Gräben bei Toddin zu beräumen, dann ist meistens ein Storch mit dabei. „Der bekommt von mir manchmal eine Extra-Ration Futter“, sagt der Baggerfahrer. Die gesamte Fläche entlang des Entwässerungsgrabens bei Toddin ist total aufgeweicht. Guido Dorrmann kann das schwere Gerät dort nur fahren, weil er breite Ketten hat.

Die Geschäftsführerin des Bauernverbandes Ludwigslust, Nicole Gottschall, weiß von den Landwirten, dass sie in diesen Tagen der beginnenden Ernte ebenfalls ihre Probleme haben, auf die Schläge zu kommen (SVZ berichtete.) Im vergangenen Monat fiel die dreifache Tagesmenge an Niederschlag im Vergleich zum Vorjahr.

„Der anhaltende Regen in den vergangenen Wochen hat dazu geführt, dass die Gräben bis zum Rand voll sind und der Boden ringsum komplett gesättigt ist. Das erschwert uns die Arbeit mit der schweren Technik vor Ort. Wir können erst ab dem 15. Juli mit der Gewässerunterhaltung beginnen“, ist vom Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes, Andreas Schwebs, zu erfahren. In den Verantwortungsbereich des Verbandes fallen die Gewässer zweiter Ordnung. Insgesamt seien fünf Firmen jetzt mit den Arbeiten beauftragt, ist weiter von ihm zu erfahren. In Toddin, Zarrentin und auch Kirch Jesar beispielsweise ging es gestern gleichzeitig los. Beim Krauten wird der Bewuchs an der Sohle des Grabens und an den Böschungen entfernt. „Einige Flächen stehen noch total unter Wasser, da können wir nicht rauf. Das betrifft u.a. die Teldau, aber auch den Schwarzen Graben bei Kirch Jesar. Die Technik würde unter diesen Bedingungen leiden und die Grundstückseigentümer oder Pächter würden uns was erzählen“, sagt Schwebs weiter, der davon ausgeht, dass die Arbeiten in den kommenden Tagen umfassend beginnen können. Aufgrund des Naturschutzes kann der Verband erst Mitte Juli mit den Arbeiten beginnen.

Die Zeit drängt, weil nur mit dem Beräumen der Gräben auch ein schnelleres Abfließen des angestauten Wassers insgesamt möglich wird, ist von Thomas Wojak, Verbandsingenieur, zu erfahren.

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