zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 18:36 Uhr

Kogel : Umwelt mit anderen Augen sehen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Edeltraut Kahl verzaubert mit „koboldischen“ und „elfischen“ Geschichten die großen und kleinen Teilnehmer ihrer Natur-Wanderungen

svz.de von
erstellt am 05.Dez.2015 | 08:02 Uhr

Die Umwelt mit allen Sinnen entdecken, sie einmal mit nicht alltäglichen Augen sehen - zu diesem vergnüglichen Abenteuer lädt Edeltraut Kahl große und kleine Menschen immer wieder gerne ein. Besonders nach Amor’s Ruh, einem Naturschutzgebiet im Schaaletal. „Hier komme ich beispielsweise jedes Jahr zwei bis dreimal mit Vorschulkindern zu einer sogenannten Elfenwanderung her“, berichtet die 54-Jährige im SVZ-Gespräch. Dann hieße es für die Vier- bis Fünfjährigen sehen, hören, riechen und fühlen. „Man darf sie ruhig zum Träumen und Phantasieren bringen“, betont die Naturerlebnispädagogin weiter. Ihnen die Magie des Lebens nahebringen, sei eines der vorrangigsten Ziele, die sie auch sich selbst gestellt hätte, sagt „Ede“, wie sie liebvoll von den Heranwachsneden genannt wird, selbst Mutter dreier erwachsener Söhne. Die Lübtheenerin war lange Zeit an der Volkshochschule Ludwigslust im Fachbereich Umweltbildung tätig. Weiß also, wovon sie spricht. Zumal sie mehrere Module des Fernstudiums „Umwelt und Bildung“ an der Uni Rostock absolvierte. Und über zwei Jahrzehnte Praxis verfügt. Vor zehn Jahren habe sie sich auf diesem Gebiet deshalb auch selbstständig gemacht. Ihre Angebote samt Öko-Mobil richteten sich vor allem an Schulen, Volkshochschulen, Kindertagesstätten, Freizeithäuser, Privatpersonen sowie Altersheime oder Behinderte, berichtet Edeltraut Kahl, die auch Partner des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe ist.


Fast greifbare Ruhe im Schaaletal


Als bekennende Naturliebhaberin genießt sie bei ihren Besuchen jedes Mal die Ruhe im Schaaletal. Die sei fast schon greifbar, schwärmt Edeltraut Kahl versonnen. „Der Fluss plätschert, die Bäume rauschen, die Vögel singen ihr Lied, was gibt es Schöneres?“, fragt sie und zeigt auf die Landschaft, in der man die Natur einfach schalten und walten lasse, ohne zerstörerische Eingriffe durch den Menschen. In dieser wie ein bisschen verzaubert wirkenden Gegend fällt einem sofort eine hölzerne Konstruktion ins Auge. „Das ist die Wünschebrücke, sie gibt es an dieser Stelle schon seit über 20 Jahren“, erklärt Edeltraut Kahl. Wer sie betrete, dürfe sich etwas wünschen. „Wenn die Brücke knarrt, hat man es in seinem Leben schon mal mit der Wahrheit nicht so genau genommen“, erzählt sie schmunzelnd. Und schreitet gemächlichen Schrittes über die Brücke, die weder ächzt, noch knarrt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen