Übung auf freier Strecke

<strong>Die Übung sollte so realitätsnah </strong>wie möglich verlaufen. Hier die Bergung eines Verletzten aus dem Zug.<foto>Christian Kleiber</foto>
Die Übung sollte so realitätsnah wie möglich verlaufen. Hier die Bergung eines Verletzten aus dem Zug.Christian Kleiber

svz.de von
17. Juni 2012, 07:23 Uhr

Hagenow | Realistische Übung von Feuerwehr, ODEG und ASB-Rettungsdienst in Hagenow: In der Nähe des Stadtbahnhofes soll sich ein Zugunglück ereignet haben. Dort war am Sonnabend Vormittag ein Trecker mit einem Personenzug zusammengestoßen. "Der Lokführer konnte noch die Notfallmeldung ans Stellwerk abgeben", sagt Einsatzleiter Thomas Welzel von der Hagenower Feuerwehr. Dann riss allerdings der Kontakt zu ihm ab. "Wir haben dann mit den ersten eintreffenden Kräften die Brandbekämpfung sichergestellt. Falls der Triebwagen oder der Trecker in Brand geraten sollte." Danach seien die Männer mit Schutzanzügen gekommen, um erstmal zu sehen, was für ein Stoff der Trecker geladen hat, so Welzel.

Und tatsächlich: Aus dem 1000-Literfass des Treckers liefen giftige Substanzen aus. Die Einsatzkräfte durften nur mit Spezialanzügen in den Gefahrenbereich. Um den eingeklemmten Traktorfahrer zu befreien, nutzten die Feuerwehrleute ein hydraulisches Hebekissen. Im Zug befanden sich acht Verletzte. Rettungskräfte vom ASB sondierten die Lage. Um den Überblick zu behalten, wurden alle nach dem Verletzungsgrad eingeteilt. Die schwer Verletzten wurden zuerst gerettet.

Alles in allem keine leichte Übung. Denn der Unfall ereignete sich auf freier Strecke. "Wir hatten Probleme wegen der starken Böschung überhaupt ranzukommen", sagt Steffen Kasulke. Deswegen sei die Rettung nur über zwei Seiten zu koordinieren gewesen. Die Verletzten wurden mit so genannten Schiebe-Loren über die Gleise zur Sammelstelle gebracht, wo der ASB ein Zelt für die Erstversorgung der Opfer aufgebaut hatte. Erstes Fazit von Wehrführer Steffen Kasulke: "Die Einsatzkräfte haben ruhig und besonnen gehandelt. Es gab weder Hektik noch wildes Gebaren." Funktechnisch habe es einige Probleme gegeben. Aber genau dafür seien solche Übungen ja da: Um Abläufe zu proben und Probleme zu beheben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen