Hagenow : Überraschendes Aus für KON-Zentrum

Das KON ist dicht, nur ein Zettelchen an der Tür informiert darüber.
Das KON ist dicht, nur ein Zettelchen an der Tür informiert darüber.

Stadt macht schlechte Zahlen verantwortlich. Bürgermeister: Keine neue Flüchtlingsunterkunft geplant

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03. November 2015, 21:00 Uhr

Völlig überraschend und ohne die Öffentlichkeit zu informieren, haben die Gesellschafter die Hagenower Jugendbegegnungsstätte KON dicht gemacht. Hintergrund sollen die extrem schlechten Zahlen bei der Auslastung gewesen sein. Bürgermeister Thomas Möller bekam den Vorgang ohne eigenes Zutun auf den Tisch und schickte wenigstens eine Pressemitteilung. Darin heißt es u. a. : „Auf der Gesellschafterversammlung am 26. Oktober haben die Gesellschafter der Hagenower Jugendbegegnungsstätte GmbH als Betreiberin der städtischen Immobilie beschlossen, die Geschäfte der GmbH ab dem 31.12.2015 ruhen zu lassen. Diese Entscheidung war aus Gründen eines sich verändernden Marktumfeldes, unterplanmäßiger Entwicklungen und der finanziellen Rahmenbedingungen der Gesellschafter notwendig geworden. Die Stadt als Hauptgesellschafter bedankt sich bei der Geschäftsführung und den Mitarbeitern.“

Die drei direkt betroffenen Mitarbeiter könnten kurzfristig bei der Start GmbH eine neue Tätigkeit aufnehmen. Für die im KON trainierenden Vereine und die durchgeführten Veranstaltungsreihen würden Alternativen angeboten. Allerdings wusste die Ballettschule gestern noch nicht, wo weiter trainiert werden soll.

Das KON bleibt bis auf weiteres geschlossen. Neue Betreiberideen sind bei der Stadt herzlich willkommen. Bürgermeister Möller trat gestern noch einmal energisch Gerüchten entgegen, dass jetzt im KON Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

„Das stimmt nicht, hat nie gestimmt und ist auch nicht geplant. Leider werden solche Ideen derzeit über einige Netzwerke im Internet verbreitet“, erklärte Möller gestern dazu.

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