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Film über Ausgrabungen : Über "Geheimnisse" rund um Hagenow

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Eine der spektakulärsten Ausgrabungen in und um Hagenow hat Stadtchronist Kuno Karls jetzt in seinen Film "Geheimnisse in der Erde" eingeflochten, der am 28. Februar in der Alten Synagoge Hagenow zu sehen sein wird.

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erstellt am 21.Feb.2012 | 09:48 Uhr

Hagenow | Eine der spektakulärsten Ausgrabungen in und um Hagenow hat Stadtchronist Kuno Karls jetzt in seinen Film "Geheimnisse in der Erde" eingeflochten, der am 28. Februar um 19 Uhr in der Alten Synagoge Hagenow zu sehen sein wird. Das besagte Fürstengrab, welches 1995 dort entdeckt wurde, wo heute die Raiffeisenbank ihren Sitz hat, sorgte damals für Aufsehen in der Stadt, reiste nach seiner Bergung durch ganz Deutschland für wissenschaftliche Untersuchungen und bekam schließlich seinen Platz in einer Europa-Ausstellung in Rosenheim.

Doch in der Region wurde noch viel mehr entdeckt. Und oft war auch Kuno Karls vor Ort, um Fotos oder Filmaufnahmen von den Funden zu machen und Wissenschaftler zu interviewen. So sind in seinem 70-minütigen Streifen Fotos und Bewegtbilder zu sehen, die er ab 1969 festgehalten hat - ab 1987 im Super-8-Film und Videoband, ab 1999 dann in digital.

Das alles solle den Hagenowern erhalten werden, begründet Kuno Karls die Idee für sein Werk. Und er möchte die Menschen dafür sensibilisieren, sich zu melden, sobald sie etwas Geschichtliches gefunden haben. Das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege und jedes Museum nehme Funde und Hinweise entgegen.

Oft sind Bauarbeiten der erste Anstoß. So wie Mitte der 1990er Jahre in der Großen Straße in Wittenburg, wo neue Wasserleitungen verlegt werden sollten. Dabei kam der Bohlendamm zu Tage, über den im Film einiges zu erfahren sein wird. Und noch eine interessante Entdeckung wurde in Hagenow gemacht, wo heute die Drogerie Rossmann ihr Geschäft in der Langen Straße betreibt. Unter einer zwei Meter dicken Schlammschicht verbargen sich viele mittelalterliche Kleinteile. Und noch etwas verrieten diese Ausgrabungen, wie Kuno Karls sagt. "Der Schlamm deutet darauf hin, dass das Wasser um die Kircheninsel einmal bis zur Langen Straße gestanden haben muss."

Solch ältere Grabungen, aber auch aus heutiger Zeit - zuletzt während des Baus der Erdgastrasse - hat Kuno Karls aufgegriffen. Beim Zusammenschneiden des Filmmaterials setzte der Chronist auf sein Gespür. Erst seit der Digitalisierung ab 1999 beschäftigt sich der Hagenower mit dem speziellen Handwerkszeug des Filmemachens. Mit Erfolg. Denn seine bisherigen Streifen waren immer gefragt.

Etwa 50 Fotos und 24 verschiedene Filmsequenzen spiegeln in "Geheimnisse in der Erde" die historischen Schätze in und um Hagenow wider. Karten können per Telefon unter 03883-722042 vorbestellt werden. Und Kuno Karls hat schon wieder neue Ideen. So will er weiter alles aufarbeiten, was sich um die kleine Stadt Hagenow rankt. Nach dem ur- und frühgeschichtlichen Werk soll ein zweiter Film folgen - Streifzug durch Hagenow könnte dieser heißen, verriet Kuno Karls.

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