Neu Darchau : Über die Elbe seit einem Vierteljahrhundert

Die „Tanja“ ist seit der letzten Überholung deutlich leiser geworden  .
Die „Tanja“ ist seit der letzten Überholung deutlich leiser geworden .

Fährbetrieb der Gemeinde Neu Darchau besteht seit 25 Jahren

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06. April 2015, 09:00 Uhr

Im Fährbüro in Neu Darchau hängt eine große Urkunde. Die besagt, dass der Kreis Hagenow die Fährrechte an die Gemeinde Neu Darchau überträgt. Unterzeichnet wurde sie am 14. April 1990. Seit dem Tag gibt es wieder einen regelmäßigen Fährverkehr zwischen dem rechtselbischen Darchau und dem linkselbischen Neu  Darchau. 

Das Ereignis soll natürlich gefeiert werden.  Fährbetrieb und Gemeinde laden ein, am Sonntag, dem 12. April, nach Neu Darchau zu kommen. Dort wird in der Nähe des Anlegers ein Zelt aufgebaut, gibt es für geladene Gäste einen Empfang und für alle anderen Würstchen und freie Getränke und verschiedene Belustigungen. Man kann das Glücksrad der DLRG drehen und hoffen, eine Fahrt mit dem DLRG-Boot auf der Elbe zu gewinnen. Musik spielt, der Bleckeder Schützenverein ist mit einer Lichtpunktschießanlage dabei und Kuno Karls wird  für die emotionale Einstimmung einen Rückblick auf die Anfänge der Fährverbindung geben. Wie erwähnt,  Essen und Trinken sind frei, aber eine Spendendose wartet darauf, gefüllt zu werden, damit der Spielplatz in Neu Darchau freundlicher gestaltet werden kann (die Volksbank stockt den Betrag auf). Alle ehemaligen Fährleute sind natürlich auch eingeladen und man hofft, dass auch aus dem Amt Neuhaus viele Besucher kommen. „Wir können ja nichts dafür, dass die Brücke immer noch nicht gebaut worden ist. Wir fahren, wann immer es möglich ist und planen Aufenthalte in der Werft zu Zeiten, wo möglichst nicht so viel los ist“, so Ernst-Wilhelm Meihöfer, der technische Leiter des Fährbetriebs.

Zum Betrieb gehören zurzeit sieben Fährleute, die alle das Patent haben, die Fähre zu steuern, und drei Personen im Fährbüro. Der Jüngste, der gerade seine Fährprüfung abgelegt hat, ist Matthias Baalk aus Neuhaus. Von Anbeginn dabei sind Frank Stoll und Marian Klärner, die im Rahmen der Feier auch geehrt werden sollen (was Fährmann Frank Stoll so alles erlebt hat in den vergangen 25 Jahren lesen Sie am kommenden Mittwoch auf der Neuhaus-Seite).

Außer der Urkunde, die die Fährrechte überträgt,  hängt im ansonsten nüchternen Fährbüro noch das Foto einer jungen Frau mit langen Haaren.  Das ist kein Pin-up-Girl, sondern die Namensgeberin. Die erste kleine Fähre, die von 1990 bis 1993  die Elbe überquerte,  hieß schon „Tanja“ und war als Rheinfähre  benannt worden nach der Schwester des vormaligen Eigners Horst Maul.  Sie ist auch eingeladen, aber ob sie sich auf den weiten Weg vom Rhein an die Elbe macht? „Wir freuen uns auf jeden Fall  auf viele Gäste“, so Meihöfer.

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