Landkreis Ludwigslust- Parchim : Trunkenheit und Schlampereien

<strong>Mit Alkohol im Blut</strong> und ohne Führerschein - die Polizei nimmt am Wochenende etliche Anzeigen auf. <foto>Archiv</foto>
Mit Alkohol im Blut und ohne Führerschein - die Polizei nimmt am Wochenende etliche Anzeigen auf. Archiv

Die Polizei hat am Wochenende auf den Straßen gleich reihenweise betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Bei den betroffenen Fahrzeugführern wurden Atemalkoholwerte zwischen 1,25 und 2,04 Promille gemessen.

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04. März 2013, 06:19 Uhr

Hagenow/Stolpe | Die Polizei hat am vergangenen Wochenende auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust- Parchim mehrere betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Bei den betroffenen Fahrzeugführern, die teils in Verkehrsunfälle verwickelt waren, wurden Atemalkoholwerte zwischen 1,25 und 2,04 Promille gemessen. In Spornitz versuchte ein alkoholisierter Autofahrer am Sonntagmorgen vergeblich der Polizei zu entkommen. Auf seiner Flucht geriet sein Fahrzeug außer Kontrolle und prallte gegen einen Baum. Der 35-jährige Autofahrer kam unverletzt davon. Allerdings hatte der Mann einen Atemalkoholwert von 2,04 Promille.

Ebenfalls gegen einen Baum fuhr ein 28-Jähriger mit seinem Auto, der am Sonntagmorgen auf der B 191 bei Malliß unterwegs war. Der Mann flüchtet nach dem Zusammenstoß vom Unfallort, konnte aber wenige Stunden später ermittelt werden. Ein Atemalkoholwert betrug zu diesem Zeitpunkt 1,25 Promille. Völlig desorientiert und in der falschen Richtung unterwegs war ein alkoholisierter Autofahrer auf der BAB 24, der in Richtung Hamburg fuhr. Bei der Kontrolle auf dem Rastplatz Stolpe behauptete der Fahrer zur Verwunderung der Beamten, nach Berlin fahren zu wollen. Der Atemalkoholwert von 1,99 Promille erklärte dann aber die Verwirrung des 48- jährigen Autofahrers, der vor Fahrtantritt Wodka getrunken haben will.

Auf der B 195 bei Boizenburg musste die Polizei am Samstag einen schwankenden Autofahrer auf dem Weg zum Streifenwagen stützen. Der Mann war kaum noch in der Lage, sich allein auf den Beinen zu halten. Die Polizisten, die den Autofahrer zuvor wegen einer Kontrolle aus dem Verkehr gewunken hatten, stellten bei ihm einen Atemalkoholtest von 1,37 Promille fest. Zudem war er unberechtigt mit einem Firmentransporter unterwegs, der kurz zuvor in einen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht verwickelt gewesen sein soll.

Bei LKW- Kontrollen entlang der Autobahn 24 im Landkreis hat das Autobahnverkehrspolizeirevier Stolpe am Wochenende zahlreiche verschiedene Verkehrsverstöße registrieren und mit Verwarn- oder Bußgeld ahnden müssen. Darunter: Verstoß gegen die Lenk- und Ruhezeiten, Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer, ungenügende Ladungssicherung, Verstöße gegen das Sonntagsfahrverbot, defekte Bremsen und anderes. Bei Hagenow und bei Neustadt-Glewe stellten die Polizisten jeweils LKW- Fahrer fest, die während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung mit ihrem Handy telefonierten. In einem Fall hatte der Fahrer zusätzlich die Lenk- und Ruhezeit überschritten.

Bei Wöbbelin hatte ein LKW- Fahrer nicht die erforderlichen Frachtpapiere dabei. Darüber hinaus war ein Rad am Fahrzeug defekt. Erst nach Beseitigung der Mängel (nach über 8 Stunden) konnte der Fahrer seine Fahrt fortsetzen. Bei Parchim hatten die Polizisten gleich zwei Lasterfahrer aus dem Verkehr gezogen, deren Fahrzeugladung ungenügend gesichert war. Darunter auch ein Möbeltransporter, der seine Fracht nur notdürftig mit defekten Spanngurten gesichert hat. Die kaputten Gurte hatte lediglich Alibi-Funktion.

Bei Hagenow und bei Wittenburg zogen die Beamten gleich zwei LKW- Fahrer aus dem Verkehr, die gegen das Sonntagsfahrverbot verstießen. Beiden wurde die Weiterfahrt untersagt. Bei Stolpe hatte eine Kontrolle zu Tage gefördert, dass die Bremsen an einem LKW Anhänger funktionslos waren. Erst nach der Reparatur konnte die Fahrt fortgesetzt werden. An einem weiteren LKW- Anhänger war der TÜV schon seit über einem Jahr abgelaufen.

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