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Die Januarwette an der Elbe : Trotz Bibberkälte: De Elv geiht auch in diesem Jahr wieder

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Leichtes Schneegestöber bei zwölf Grad unter dem Nullpunkt sowie eisigem Wind: Das waren am Sonnabend beste Wetterbedingungen, damit die Eiswette in Neu Darchau ihrem Namen auch gerecht werden konnte. „Die Eiswette ist heute erwachsen geworden, schließlich feiern wir am heutigen Tag bereits zum 18. Mal diese schon Kultcharakter habende Veranstaltung“, sagt Jörg Neben vom Eisrat. Dabei ist die diesjährige Eiswette nicht nur wegen ihrer Volljährigkeit etwas besonderes, auch die Rekordteilnahme von 275 eingegangenen Wetten gab am vergangenen Sonnabend im „Café von Rautenkranz“ in Darchau einen triftigen Grund zum Feiern. Zuvor klingelte pünktlich um elf der mitgebrachte große Wecker und die Mitglieder des ehrwürdigen Eisrates fragten von der Neu Darchauer Elbseite aus ihren Mitstreiter Thomas von der Heide: „Thomas, was mokt de elv?“ Und er antwortete von der Elbfähre Tanja aus, nachdem er seinen Stockschirm prüfend in die Elbe eintauchte: „De elv geiht“. Damit lagen in diesem Jahr 211 Teilnehmer mit ihrer Wette richtig und können sich ab sofort Eisheilige nennen, besiegelt mit einer offiziellen Urkunde des Eisrates.

Entstanden ist die Eiswette in der Winterzeit des Jahres 1995. Seinerzeit spielte Jörg Neben mit seinen Mitstreitern in einer zugefrorenen Kuhle in Neu Darchau Eishockey. Im Anschluss an diese sportliche Betätigung wurde in einer wärmenden Kneipe bei dem einen oder anderen Getränk die Geburtsstunde der Eiswette begangen. Ziel ist es von je her, beide Seiten der Elbe näher zusammen zu bringen und gemeinschaftlich und einträchtig zu feiern. „Denn schließlich müssen wir es uns immer wieder aufs Neue in unser Bewusstsein rufen, welch großes Glück uns durch die Maueröffnung widerfahren ist“, sagt Jörg Neben. Nach seiner Auskunft sind seit Bestehen der Eiswette mehr als 15.000 Euro für die Jugendarbeit beider Elbseiten zusammengekommen. Jörg Neben erinnert sich noch genau an die erste Eiswette, bei der lediglich 28 Teilnehmer verzeichnet werden konnten. Die Tradition der Eiswette ebbt nicht ab, ganz im Gegenteil. Zum nächsten ersten Advent wird man wieder von der Eiswette hören, das wird dann der Auftakt zur Eiswette 2015 sein. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Überschüsse aus der Wette 2014 an die Jugendgruppen aus Darchau und Neu Darchau übergeben.

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erstellt am 26.Jan.2014 | 19:21 Uhr

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