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Als Staatsanwalt ausgegeben : Trickbetrüger werden immer dreister

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Maschen der Gauner sind von Opfern immer schwerer zu durchschauen: Im Zweifel Telefonat abbrechen

Die Maschen der Trickbetrüger werden zunehmend dreister und sind für potentielle Opfer immer schwieriger zu durchschauen. Jetzt ist der Polizei ein Fall aus der Region Hagenow bekannt geworden, bei dem sich die Betrüger am Telefon zunächst als Staatsanwalt und später als Rechtsanwalt aus der Region ausgaben, die für die angebliche Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen Familienangehörige die Überweisung von mehreren Tausend Euro verlangten. Da die nicht leichtgläubigen Opfer dem ersten Anrufer, der sich als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt ausgab, die Geschichte von dem vermeintlichen Ermittlungsverfahren zunächst nicht glaubten, fragten die Betrüger gezielt nach dem Rechtsanwalt der Familie, dem sie die angeblichen Original- Aktenunterlagen zur Einsicht zusenden wollten. So erhielten die Betrüger am Telefon Kenntnis über Namen und Ort des Rechtsanwaltes der Familie.

Von den späteren Geschädigten unbemerkt, beschafften sich die Täter nun Anschrift und Telefonnummer der Anwaltskanzlei und riefen damit erneut bei den Opfern an. Durch elektronische Manipulation erschien im Display des Telefons der Opfer die Telefonnummer der richtigen Anwaltskanzlei aus der Region, der Mann am Telefon gab sich als bekannter und vertrauter Anwalt der Familie aus. So gelang es dem Anrufer, alle Zweifel, die die Opfer am Bestehen eines tatsächlichen Ermittlungsverfahrens hegten, zu zerstreuen. Es kam nach Drängen des vermeintlichen Anwaltes zur Überweisung von über 3600 Euro auf ein ausländisches Konto. Erst nach der Geldüberweisung und nach dem Rückruf bei der tatsächlichen Anwaltskanzlei, flog der Schwindel auf. Die Polizei warnt vor dieser komplexen und professionellen Masche, mit der die Täter vermutlich weiterhin ahnungslose Menschen am Telefon bedrängen könnten.

Ermittlungsbehörden werden Zahlungsaufforderungen nie am Telefon einfordern. Im Zweifelsfall: Telefonat beenden, Rückruf bei der richtigen Behörde oder beim Anwalt, um den Vorfall lückenlos zu klären. Ist man trotz aller Sorgfalt Opfer von Betrügern geworden: Sofort mit dem eigenen Geldinstitut in Verbindung setzen, um die Geldüberweisung rückgängig zu machen. Anschließend sollte sofort die Polizei einschaltet werden.

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erstellt am 04.Jun.2014 | 20:45 Uhr

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