Zarrentin : Traum: Mit Pony auf Wanderschaft

Viola Wicht hat mit der Arbeit im Regionalwarenladen ihr Glück gefunden.
Foto:
Viola Wicht hat mit der Arbeit im Regionalwarenladen ihr Glück gefunden.

Viola Wicht fand Lebensruhe im Regionalwarenladen in Zarrentin und in Bennin Streuselkuchen mit Cremefüllung überzeugte sie

von
27. August 2016, 05:00 Uhr

Die ständige Arbeit gegen die Uhr habe sie irgendwann einfach nur noch geschlaucht, verrät Viola Wicht. Das gebürtige Nordlicht war Grafik-Designerin, bevor sie aufs Land auswanderte. Dorthin, wo sie Zuflucht und Ruhe suchte und beides letztlich für ein Jahrzehnt in Groß Bengerstorf fand. Von dort ging die Lebensreise schließlich weiter nach Bennin. „Das Ländliche ist schon immer durch meine Adern geflossen“, gesteht die ursprünglich aus Hamburg Stammende. Der Streuselkuchen mit Cremefüllung in ihrer jetzigen Wahlheimat sei das Zünglein an der Waage gewesen, das den Ausschlag gegeben habe, sesshaft zu werden. „Ich lebe in einem schönen alten Häuschen aus den 30er Jahren mit Hund und zukünftig auch mit Hühnern“, sagt Viola Wicht. Sie orientiert sich an der Kraft der Natur, hat ihr Gemüt jenseits des Großstadtlärms in ruhigere Fahrwasser gelenkt. Und es bis heute auch keine Sekunde lang bereut.

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortete die 46-Jährige die beliebten Fragen zum Wochenende. Im örtlichen Regionalwarenladen, in dem sie arbeitet, der gleichzeitig auch Touristen-Information ist. Spricht bei einem Pott Kaffee über ihr Weltgebäude, an dem sie täglich zimmert. Zwischendurch immer wieder unterbrochen durch die Anliegen der Urlauber, die Wanderkarten ordern, Käse und Wurst sowie andere regionale Spezialitäten erwerben möchten oder nur mal nach dem Weg zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten rund um den Schaalsee fragen.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Ich habe keines, denn es hätte bei mir ohnehin nicht lange Bestand und Bedeutung.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Garten hinter dem Haus, dort, wo die Apfelbäume stehen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Das war mit Unkrautzupfen in einer Baumschule. Ich war 14 Jahre alt und habe dort mit meiner Freundin zusammen gearbeitet.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Wir haben uns jeder auf dem Fischmarkt in Hamburg ein Huhn dafür gekauft. Das war mein erstes, weitere folgten später.
Wo findet man Sie am ehesten?
In meinem Garten. Oder eben im Zarrentiner Regionalwarenladen in der Hauptstraße. Ich mag den Kontakt zu den Kunden. Ihre Erwartungen und Wünsche. Helfen zu können, erfüllt mich.
Was stört Sie an anderen?
Berechnung, weil das immer bedeutet, dass irgendwo jemand runterfällt.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Alle Menschen, die anderen helfen, die Not sehen und einschreiten, sind Helden.
Was würden Sie gern noch können?
Ölmalerei, die ist bei meinem Grafik-Studium zu kurz gekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen