Wittenburg : Traum ist Reise zu den Malediven

Die Wittenburgerin Annemarie Mumme arbeitet seit 25 Jahren bei der Stadtverwaltung.
Die Wittenburgerin Annemarie Mumme arbeitet seit 25 Jahren bei der Stadtverwaltung.

Annemarie Mumme arbeitet seit 25 Jahren in der Wittenburger Stadtverwaltung und fühlt sich bei der Familie ihrer Tochter sehr wohl

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11. Juli 2015, 08:31 Uhr

Annemarie Mumme ist vielen Wittenburgern sicherlich als stellvertretende Bürgermeisterin bekannt. In dieser Funktion besucht sie auch Vereine und Verbände in der Kommune zu bestimmten Höhepunkte in Vertretung der Bürgermeisterin Margret Seemann. In diesem Jahr arbeitet die Wittenburgerin 25 Jahre in der Stadtverwaltung und gehört mit zu den dienstältesten Mitarbeiterinnen. Als Fachbereichsleiterin für zentrale Dienst und Finanzen ist sie in der Verwaltung maßgeblich zuständig für das gesamte Personal, für die Arbeit mit den politischen Gremien und für alles, was mit Finanzen zu tun hat. Dieter Hirschmann von der SVZ stellte ihr die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Diesen Spruch bekam ich damals von Bürgermeister Norbert Hebick, als wir 1990/91 hier anfingen in der Verwaltung zusammenzuarbeiten. Er hatte den Spruch von seiner Mutter bekommen, mir kopiert und gegeben. Und seitdem liegt er unter meiner Schreibtischunterlage und hilft mir bis heute.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Der ist in Hamburg bei meinen Kindern auf der Terrasse. Dort kann ich mich erholen und in die Landschaft gucken. Das Haus steht mitten in der Natur in ruhiger Gegend.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Zu Hause in Zwölf Apostel hatten meine Eltern eine Landwirtschaft. Im Sommer mussten wir als Kinder Rüben hacken und verziehen. Das waren so immer fast zwei Hektar, und wir Kinder mussten seit der ersten Klasse mit ran. Immer ein Erwachsener und ein Kind im Wechsel bekam eine Reihe. Mein Vater motivierte uns mit einer Markt für eine Reihe, an der wir aber den ganzen Nachmittag zu tun hatten. Zum Rüben verziehen bekamen wir dann übrigens zum ersten Mal Brause, die es sonst nicht gab. Wir Kinder hatten ja auch gut zu tun mit dieser Arbeit.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Das war von meinen Eltern schon vorgegeben. Das so verdiente Geld wurde für Badesachen ausgegeben, für Badeanzüge und Schwimmreifen. Mein Vater war im Krieg, musste einen Fluss überqueren und konnte nicht schwimmen. So war es für ihn wichtig, dass seine Kinder schwimmen lernen.

Wo findet man Sie am ehesten?
In meinem Büro in der Wittenburger Stadtverwaltung.

Was stört Sie an anderen?
Wenn andere anfangen rumjammern, über welche Probleme auch immer, ohne selbst irgendetwas selbst auf die Reihe zu bringen, das stört mich schon ganz extrem.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Das ist meine Schwester. Sie hat nach den Wende den ASB-Rettungsdienst ins Leben gerufen. Und sie hat, zusammen mit ihrer Familie, viele Pflegekinder betreut. Sie und ihre Familie sind immer spontan eingesprungen, wenn Kinder betreut und in Obhut genommen werden mussten.

Was würden Sie gerne noch können?
CQM, die Chinesische Quantumethode, das ist eine Methode, um die Selbstheilungskräfte des Körpern anzuregen. Die Anwendung werde ich noch erlernen, für mich selbst und für meine Familie.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Ganz wichtig ist die Gesundheit und Freunde, Nachbarn und die Familie, die für mich da sind.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich würde gern den griechischen Ministerpräsident Alexis Tsipras treffen. Mich würde insbesondere interessieren, ob er auch so handeln würde, wenn er auf der Seite der Geldgeber stehen würde.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
In meinem Kühlschrank sieht es meist sehr leer aus, Mittag esse ich außer Haus. Aber Käse, Joghurt und Gemüse sind immer drin.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Wenn ich koche, deutsche Küche, und wenn ich essen gehe, auch deutsche Küche, außerdem liebe ich Fisch.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Tochter mit ihrer Familie.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte ein Mal zu den Malediven reisen.

Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Hilfsbereit.

Wo ist für Sie Heimat?
In der Region um Wittenburg und im Eichsfeld, der Heimat meines Vaters. Dort gibt es einen sehr herzlichen Menschenschlag.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
Dann würde ich mir Gesundheit für alle wünschen, dass Frieden auf der Welt bleibt und kein Hunger mehr herrscht.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Weil die Seele sich freut: Geschichten aus der Welt der Chinesischen Quantum Methode von Gabriele Eckert.

Verraten Sie uns etwas, was kaum jemand über Sie weiß?
Es ist kaum zu glauben: Ich gehe alleine in keinen Wald, ich habe Angst im Wald. Wenn jemand dabei ist, ist das etwas anderes.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Marius Lüpken leitet beim Landkreis Ludwigslust-Parchim die Notfallnachsorge. Er wird sicherlich viel zu erzählen haben.
 

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