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Friedhof in Kaarßen : Trauerhalle in traurigem Zustand

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Die Trauerhalle beim Friedhof in Kaarßen sieht nicht mehr ganz so gut aus. Zumindest einen Anstrich würde sie dringend benötigen. Gesperrt ist das Gebäude jedoch nicht, so wie es herum erzählt wurde.

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2012 | 10:39 Uhr

Kaarßen | Sie sieht nicht mehr gut aus, die Trauerhalle beim Friedhof in Kaarßen. Zumindest einen Anstrich würde sie dringend benötigen. Doch baupolizeilich gesperrt ist das Gebäude auf keinen Fall. Das wurde zwar herum erzählt, entspricht aber nicht den Tatsachen. Man kann dort eine Trauerfeier abhalten. Das bestätigte Bürgermeisterin Grit Richter auf Nachfrage.

"Eine Trauerfeier in der Halle, so wie sie jetzt aussieht, abzuhalten, ist inzwischen unwürdig", findet Pastor Matthias Schieferdecker. Der Kirchenvorstand hatte daher beschlossen, die Kirche für Beerdigungen zur Verfügung zu stellen. Auch für Beerdigungen von Menschen, die nicht Mitglied der Kirche sind, immer vorausgesetzt, christliche Inhalte würden nicht verletzt. Der Raum sei sehr viel ansprechender, es gibt ein Instrument. Doch der Weg zum Friedhof ist lang und was die einen schön finden, weil man sich auf dem Weg dort hin noch einmal sammeln kann, ist für andere beschwerlich.

Die Kaarßener hängen auch an ihrer Trauerhalle, die zu DDR-Zeiten unter großen Anstrengungen erbaut wurde. Die politische Gemeinde ist Eigentümer des Gebäudes und daher auch für seinen Zustand verantwortlich. Man hatte vor Jahren für eine Sanierung die ansehnliche Summe von 100 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Davon ist inzwischen schon lange nicht mehr die Rede. Es wurde sich in den Gremien darauf geeinigt, das nötige Geld für den Erhalt des Gebäudes zur Verfügung zu stellen, aber keine Grundsanierung vorzunehmen. Der notwendigerweise zu betreibende Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Wert des Gebäudes, hieß es.

Es gibt aber vielleicht noch eine andere Lösung. Auf dem Gelände des Friedhofes steht ein altes Torhaus. Der Ziegelbau könnte mit wenigen Mitteln hergerichtet und etwas erweitert werden. Obwohl es sich hier nicht um ein Gebäude der politischen Gemeinde handelt, ist man doch bereit, für die Herrichtung einen Betrag von 20 000 Euro als Zuschuss zu geben.

"Die Kaarßener müssen sich äußern, was ihnen lieber ist. Der Zuschuss für das kleine Torhaus oder aber, dass in der Trauerhalle Maßnahmen durchgeführt werden, die sich dann aber auf die reine Erhaltung beschränken", meinte dazu Bürgermeisterin Richter.

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