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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 18:48 Uhr

Gallin : Traditionell und innovativ backen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bäckerei Boldt in Gallin beschäftigt 150 Mitarbeiter im Stammhaus und in den 23 Filialen / Gesellen aus Osteuropa verstärken Team

von
erstellt am 12.Jan.2015 | 11:55 Uhr

Täglich verlassen bis zu 1500 Brote und rund 15  000 Brötchen die Bäckerei Boldt in Gallin. „Brot ist für uns nach wie vor ein A-Artikel. Wir backen unsere Brötchen überall frisch in den Filialen vor Ort. Im Feinbackbereich, in der Konditorei, haben wir unsere Produktpalette stetig gesteigert. Damit stellen wir uns dem Markt. Ein Schwerpunkt ist für uns das Herstellen von Torten. Die Kunden wissen, dass wir ihnen eine sehr gute Qualität liefern, sei es für Hochzeiten, Jubiläen, Geburtstage“, gibt der Geschäftsführer einen Einblick in die Lage des Handwerksbetriebes. Er habe den Eindruck, so der Bäckermeister weiter, dass die Kunden auf handwerklich gefertigte Produkte zurückgreifen und dafür bereit sind, mehr Geld zu zahlen, weil die Erzeugnisse eben keine Discountware sind.


Weihnachtsgeschäft ist gut gelaufen


Das Weihnachtsgeschäft sei gut gelaufen, das habe der Umsatz gezeigt, so Wohlgemuth weiter. „Und mit dem neuen Jahr greift auch bei uns der Mindestlohn. Allerdings erhöhen wir unsere Preise um fünf Prozent, um die Kosten für den Mindestlohn abzudecken. Ich glaube, dass die Entscheidung für den Mindestlohn von Seiten der Regierung nicht glücklich ist, weil ich denke, dass das Arbeitsplätze kosten wird, d.h. weitere Bäckereien werden schließen müssen“, so Guido Wohlgemuth weiter. Ein unheimlicher Mehraufwand sei zudem die vorgeschriebene Deklaration der einzelnen Produkte nach den Inhaltsstoffen, Nährwerten usw.. „Mit all diesen Vorschriften und ständig steigenden Anforderungen werden uns zunehmend die Hände gebunden. Unsere Kreativität bleibt immer mehr auf der Strecke. Dabei ist sie doch so wichtig für uns. Denn Handwerk ist Werk der Hand, beseelt vom Herzen und geleitet vom Verstand“, so Guido Wohlgemuth, der darauf hinweist, dass sein Sohn Malte das Bäckerhandwerk jetzt im zweiten Lehrjahr erlernt. Sein Opa, Günter Boldt, jetzt Pensionär, behält natürlich die Bäckerei im Auge. Der Bäckerei fehlen die Fachkräfte aus Deutschland, deshalb sind mittlerweile litauische, slowakische und polnische Bäckergesellen in der Backstube beschäftigt. Gutes von hier sind für Guido Wohlgemuth und sein Team zunächst das gute Vollkornbrot nach dem Rezept von 1899, das Sauerteig-Mischbrot, die traditionell gefertigten Brötchen, die Torten, der Butterkuchen und die Streuselschnecken und die vielen innovativen neuen Erzeugnisse.

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