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Hagenower Kreisblatt

24. Oktober 2017 | 13:40 Uhr

Bahnunfall Schwanheide : Toter identifiziert

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Verunglückter von Schwanheide ist ein Rostocker

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2017 | 19:00 Uhr

Der am letzten Donnerstag bei einem Bahnunfall in Schwanheide tödlich Verunglückte konnte inzwischen mit Hilfe der Rechtsmedizin zweifelsfrei identifiziert werden, teilte Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust mit. Demnach handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Rostock. Bereits am Silvestertag war eine Vermisstenanzeige von Angehörigen des Mannes bei der Polizei Rostock eingegangen, die den Vermissten jedoch nicht mit dem Bahnunfall in Zusammenhang brachten.

Der 43-Jährige war am 29. Dezember gegen 15.50 Uhr von einem mit über 350 Reisenden besetzten Intercity erfasst worden, der von Hamburg nach Rostock unterwegs war. Der Mann war auf der Stelle tot.

Auch wenn es bisher keine Zeugen für den Unfall gibt, geht die Polizei nach derzeitigen Ermittlungen weiterhin von einem Unglücksfall aus. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der Mann in Schwanheide einen Regionalexpress auf dem anderen Gleis erreichen und überquerte dafür die Gleisanlagen. Dabei kam es zu dem folgenschweren Zusammenstoß.

Bei dem darauf folgenden Großeinsatz waren gut 40 Kameraden der Wehren aus Schwanheide, Gresse, Nostorf und Greven beteiligt. Zusätzlich war auch die FF Hagenow alarmiert worden, die über eine Spezialausrüstung für Zugunglücke verfügt. Auch die örtliche Polizei, die Bundespolizei und Notfallmanager der Deutschen Bahn waren im Einsatz. Der Lokführer des Intercity hatte nach dem Unglück sofort die Bremsung eingeleitet und blieb mit dem IC ca. 300 Meter hinter der Haltestation stehen. Dort musste der Zug bis zum Abschluss der ersten Ermittlungen mehrere Stunden warten, bis die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Reisenden aus dem IC auf freier Strecke evakuieren konnten, unter ihnen waren auch zwei Rollstuhlfahrer. Die Reisenden fuhren dann mit Bussen weiter, die Bahnstrecke war bis 22 Uhr gesperrt. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen für das Unglück. Hinweise nimmt die Polizei Boizenburg unter der 038847/6060 entgegen.

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