Garlitz : Toni wird mal Feuerwehrmann

Wenn ich groß bin, werde ich auch Feuerwehrmann: Toni (4) gemeinsam mit seinem Vater Christian Henke.
Wenn ich groß bin, werde ich auch Feuerwehrmann: Toni (4) gemeinsam mit seinem Vater Christian Henke.

Jugendwart Andreas Grund hatte mit seinen Kameraden zum Tag der offenen Tür bei der Jugendwehr Garlitz allerhand vorbereitet.

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06. März 2018, 12:00 Uhr

Andreas Grund hat mit seinen Kameraden verschiedene Spritzen und Schläuche ausgelegt. Es gab ein Geräte-Memory, die Blauröcke zeigten Wissenswertes über Knoten, Stiche und Bunde. Eigens für diesen Nachmittag war die Drehleiter von den befreundeten Kameraden aus Lübtheen geholt worden – für den Tag der offenen Tür der Jugendwehr aus Garlitz ließ der 33-jährige Jugendwart Andreas Grund nichts unversucht, möglichst viele Interessierte am Tag der offenen Tür zu seinem Gerätehaus zu locken. „Im vergangenen Jahr stellten wir erstmalig solch eine Veranstaltung auf die Beine, um dem derzeitigen Schwund in unserer Jugendwehr entgegenwirken zu können. Für die Gruppenausbildung unseres Nachwuchses benötigen wir mindestens neun Jungen und Mädchen, allerdings engagieren sich zurzeit nur sechs Kinder und Jugendliche in unserer Jugendwehr“, bedauert Andreas Grund, der sich seit dem Jahr 2009 für die Ausbildung der zukünftigen Brandschützer verantwortlich zeichnet. Es läge allerdings nicht an den fehlenden Kindern im Dorf, sondern vielmehr daran, dass diese sich unter anderem auch im Lübtheener Sportverein engagieren und sich somit aus Zeitgründen nicht für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr interessieren. „Wir müssen jetzt noch ein paar Jahre die Flaute überstehen, dann kommen wieder viele Kinder unseres Dorfes in das notwendige Alter, ab dem sie Mitglied der Jugendwehr werden können“, ist sich Andreas Grund im Gespräch mit der SVZ sicher.

Auch sein erst vierjähriger Sohn Leon interessiere sich schon jetzt für die Arbeit seines Vaters. „Außerdem wäre es sehr schade, wenn wir wegen Mangels an Mitgliedern unsere Jugendwehr nach 25 Jahren auflösen müssen“, sagt Andreas Grund, und er hofft, dass diese Situation niemals eintreten wird. Schließlich habe der gelernte Koch in den vergangenen Jahren viel Herzblut in die Ausbildung des Nachwuchses investiert. „Dieses Engagement für unsere Kinder und Jugendlichen wäre ohne die Unterstützung meiner Familie, insbesondere meiner Ehefrau, nicht möglich. Sie hält mir nicht selten den Rücken frei, so dass ich nach Feierabend noch genügend Zeit für die Feuerwehr habe“, sagt Andreas Grund voller Dankbarkeit.

Schließlich ginge es nicht nur um die Ausbildung der Jugend, sondern auch um die Organisation und Betreuung zahlreicher Veranstaltungen innerhalb des Dorfes, wie beispielsweise Osterfeuer, Fackelumzug im Herbst, aber auch der alljährlichen Kindertag in Garlitz. Und da der Apfel bekannterweise nicht weit vom Stamm fällt, wurde Andreas Grund vor mehr als zwanzig Jahren durch seinen Vater Hubert vom Virus Feuerwehr befallen. Dieser wohnt gemeinsam mit Sohn, Schwiegertochter und Enkelkind unter einem gemeinsamen Dach in direkter Nachbarschaft der Garlitzer Feuerwache und engagierte sich selbst über viele Jahre als Wehrführer der Feuerwehr in seinem Dorf.

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