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Unternehmen will sich um Nachwuchsgewinnung kümmern : Toddiner Trailerbauer bietet Perspektiven

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Mit einem beachtlichen Auftragsvorlauf und deutlichen Ausbauplänen ist "Schmitz CargoBull Mecklenburg & Co. KG" in das neue Jahr gestartet. Aktuell würden fünf Fahrzeuge pro Tag gefertigt, so der kaufmännische Leiter.

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2012 | 12:39 Uhr

Toddin | Mit einem beachtlichen Auftragsvorlauf und deutlichen Ausbauplänen ist "Schmitz CargoBull Mecklenburg & Co. KG" in das neue Jahr gestartet. "Aktuell fertigen wir fünf Fahrzeuge pro Tag, das wollen wir deutlich ausbauen", verriet der kaufmännische Leiter Andreas Pöpping im Gespräch mit der SVZ.

Immer drängender wird dabei das Nachwuchsproblem. Es werde immer anspruchsvoller, geeignete Bewerber zu finden, weiß auch Anja Walter, die sich in dem Betrieb federführend um die Nachwuchsarbeit kümmert. Aktuell gibt es sechs Lehrlinge in dem Unternehmen, das derzeit 111 feste Mitarbeiter zählt und mit den offenbar unvermeidlichen Leiharbeitern auf 126 Arbeitskräfte kommt. Lernen kann man in dem hoch spezialisierten Unternehmen als junger Mensch eine Menge: Die Bandbreite reicht vom Lackierer über Mechatroniker, den Fertigungsmechaniker bis zum kaufmännischen Angestellten.

Dennis Rathke (18) aus Hagenow ist Mechatroniker im ersten Lehrjahr und bereits nach drei Bewerbungen in Toddin gelandet. Über seine Firma kann er nur Gutes sagen, die Lehrlinge werden ja nach ihren Fertigkeiten ganz selbstverständlich in die Produktion eingebunden

Zufrieden mit seiner Berufswahl ist auch der 19-jährige Robert Koch aus Pritzier, der Industriekaufmann lernt. Ein wichtiger Punkt für ihn, durch die Arbeit bei Cargobull kann er in der Region bleiben. Zudem bietet der Unternehmensverbund Cargobull, immerhin gehören 4440 Mitarbeiter zum Gesamtunternehmen, auch für die Zukunft Aufstiegs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Alex Kiritschkow (18), der Mechatroniker werden will, ist nicht gleich in Toddin gelandet, musste 30 Bewerbungen schreiben. Er kam mit sechs Jahren nach Lübtheen und kommt nun mit täglich besser werdenden Sprachkenntnissen auch in seinem neuen Beruf zurecht. Jens Kruszona, u. a. auch für die Ausbildung zuständig, lobt dann auch seine Lehrlinge, die konzentriert zur Sache gingen und die als ausgebildete Fachkräfte in der Produktion dringend gebraucht werden. Denn die Perspektive der Cargobull-Lehrlinge ist klar: "Unsere Auszubildenden werden auf jeden Fall für ein Jahr übernommen. Voraussetzung ist natürlich, dass man seine Ausbildung vernünftig abgeschlossen hat" , stellt Prokurist Pöpping klar.

Abgemacht ist, dass das Unternehmen sich in den kommenden Jahre verstärkt um die Nachwuchsgewinnung bemühen will.

Breit ist die Produktionspalette der Trailerbauer von Toddin. "Wir bauen für den Lebensmittelverteilverkehr also den Bereich der Zulieferung, der sich zwischen den Großlagern und den einzelnen Läden abspielt. Unser Kunden sind die großen Lebensmittler von Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Penny und das haben wir es mit den unterschiedlichsten Fahrzeuggrößen und den entsprechenden Koffern zu tun", weiß Pöpping. So kann es passieren, dass viele Fahrzeuge nahezu Einzelanfertigungen sind, es gibt aber kleine Serien. Gebaut wird alles von 4,50 Meter Länge bis hin zu 13,50 Metern. Dafür ist dieses Segment des Trailerbaus relativ krisenfest. Den großen Einbruch vor zwei Jahren, den anderen Mitglieder der Branche erleben mussten, hat Toddin jedenfalls nicht mitmachen müssen. Lebensmittel müssen halt immer transportiert werden, und die Firmen haben langjährige Planungsphasen, auch für den Ersatz von Fahrzeugen. In dem Zusammenhang ist es fast von Nachteil, dass Cargobull für sehr stabile Koffer bekannt ist. Oft genug müssen die Fahrzeuge schon getauscht werden, während die Koffer bleiben oder an die neuen Fahrzeuge angepasst werden müssen. Auch das wird in Toddin erledigt.

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