Bitter : Tipps vom Fachmann gratis dazu

Nach einer Führung konnten die Besucher es sich bei Kaffee und Kuchen vor dem Haus gemütlich machen.   Fotos: Maria Nielsen
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Nach einer Führung konnten die Besucher es sich bei Kaffee und Kuchen vor dem Haus gemütlich machen. Fotos: Maria Nielsen

Denkmalgeschützter Elbhof von Angelika Hoffmann und Klaus Teige am Tag des offenen Denkmals von vielen Interessierten besucht

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15. September 2015, 11:50 Uhr

Was sind denn Grünlinge, wenn es sich nicht um Pilze handelt und wo im Haus befindet sich die Lucht? Was ist konstruktiver Holzschutz? Aufmerksame Zuhörer konnten sich darauf einen Reim machen, wenn sie am Sonntag am Tag des offenen Denkmals im alten Elbhof in Bitter Ingo Brüning von der Interessengemeinschaft Bauernhaus bei seinen Fachgesprächen mit Besuchern lauschten.


Elbhof ist schon 264 Jahre alt


Angelika Hoffmann und Klaus Teige öffneten ihr 264 Jahre altes Bauernhaus direkt hinterm Deich zum zweiten Mal. Das erste Mal konnten interessierte Besucher sich umsehen, als die beiden vor zehn Jahren gerade eingezogen waren. „Wir haben gedacht, dass es sicherlich interessiert, was inzwischen daraus geworden ist“, erläutert Angelika Hoffmann ihre Motivation. Außerdem sind sie Mitglieder in der Interessengemeinschaft Bauernhaus „Amt Neuhaus“ und die IG will am Tag des offenen Denkmals immer gerne ein altes, denkmalgeschütztes Haus zeigen. Angelika Hoffmann und Klaus Teige haben den Wohntrakt saniert, aber Tenne und Stallungen links und rechts davon sind nicht umgebaut, sondern noch erhalten. Die Futterrinnen sind noch zu sehen und auch der Lehmboden in der Tenne ist nicht mit Beton überbaut. Im Wirtschaftsteil würden sie nur notwendige Reparaturarbeiten durchführen, wie der Austausch von Balken oder das Ausmauern und Verputzen eines zerbröckelten Gefaches, so Angelika Hoffmann. „Nachfolgende Generationen können hier nach ihren Bedürfnissen gestalten.“ Sie hat beim Verputzen von Gefachen mit Lehm selbst mit angepackt, bezeichnet sich lachend aber nur als „Vorputzer“ und nicht als „Feinputzer“.

Die Besucher hören interessiert zu, wenn sie zur Geschichte des Hauses erzählt und lassen sich herumführen. Danach bleiben die meisten noch eine Weile, um im Garten entspannt Kaffee und Kuchen oder frisches Brot mit Wurst von Archerindern oder -schweinen zu genießen oder mit Weberin Petra Johann zu plaudern. Die hat handgewebte Tischdecken und Schürzen aufgehängt, was gut in die Tenne passt.

Im kleinen Stall links daneben zeigt Ingo Brüning in einer Dauerschleife Vorher-Nacher-Dias das Elbhofes und auch eine ganze Serie von den Arbeiten an seinem Haus in Pinnau. Besucher sind voll der Bewunderung für den Mut, den es braucht, um ein baufälliges Bauernhaus wieder zu einem Schmuckstück zu machen. Übrigens: Grünlinge sind ungebrannte Lehmziegel und die Lucht ist der Dachboden eines Hauses.

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