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Streit um Grasmahd : Teures Gras: Wittenburg weist Vorwürfe zurück

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Aus dem bisher verborgenen Streit zwischen der Stadt Wittenburg und der Gemeinde Wittendörp ums Rasenmähen ist nun eine handfeste Auseinandersetzung geworden. Die Kommune wies nun die Vorwürfe von Wittendörp zurück.

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erstellt am 17.Apr.2013 | 09:24 Uhr

Wittenburg | Aus dem bisher verborgen ausgetragenen Streit zwischen der Stadt Wittenburg und der Gemeinde Wittendörp ums Rasenmähen ist nun eine handfeste Auseinandersetzung geworden. Lothar Otto, 2. Stadtrat, schickte gestern eine geharnischte Stellungnahme. Hintergrund: Die Gemeindevertretung hatte beschlossen, die Leistungen extern auszuschreiben und auf die Leistungen des Bauhofes der Stadt Wittenburg ab sofort zu verzichten. Den u. a. geäußerten Vorwurf, unflexibel gewesen zu sein, will man beim Bauhof nicht auf sich sitzen lassen:

"Der Bauhof der Stadt Wittenburg war dabei oft so ,unflexibel’, dass dem Bedarf nach außerplanmäßigen Mäharbeiten aus den Ortsteilen zu verschiedenen Feuerwehr-, Sport- und Dorffesten stets entsprochen wurde. Die Stadt Wittenburg war bei der Überlassung des Bauhofes in den letzten zwei Jahren auch so ,unflexibel’, dass sie von sich aus nach Quadratmetern abrechnete, um Frieden in dieses seit Jahren leidige Thema zu bringen. Dazu wurde ein umfangreiches Grünflächenkataster als Abrechnungsgrundlage durch den Bauhof erstellt."

Weiterhin stellte die Stadt Wittenburg klar, dass man in der Gemeinde Wittendörp in den vergangenen Jahren etwa 15 ha Grünflächen durchschnittlich mehr als 3-mal gemäht habe. Darunter seien teils Sport- und Bolzplätze aber überwiegend Kleinstflächen mit entsprechendem Arbeitsaufwand gewesen. Ein Schnitt kostete die Gemeinde über alle Ortsteile durchschnittlich ca. 7.300 €. Dafür habe die Gemeinde Wittendörp aber keine einzige Maschine, Betriebsmittel geschweige denn Personal vorhalten müssen. Das wurde und wird von der Gemeindevertretung auch durchaus akzeptiert. Es geht aber um die Abrechnung und hier hat die Stadt Wittenburg, so die einhellige Meinung in der Vertretung, eigenmächtig die Spielregeln geändert. Dazu schreibt die Stadt: "Die Abrechnung nach Quadratmetern führte zu Mehrkosten, weil in dem System die Wuchshöhe nicht berücksichtigt ist. Diese Kosten, wenn sie auch überschaubar waren, gingen zu Lasten der Stadt. Diese Tendenz möchte die Stadt nun nicht weiter akzeptieren und teilte schon im Februar rechtzeitig mit, dass künftig wieder nach Stunden abgerechnet wird.

Woher die Gemeinde Wittendörp zu der Auffassung kommt, die Stadt müsse immer weiter nach Quadratmetern abrechnen, kann nicht nachvollzogen werden. Eine entsprechende schriftliche oder mündliche Zusage, auch nur über eine gewisse Anzahl von Jahren, gab es nie, auch wenn Wittendörp u.U. bei der Planung davon ausging."

Wittendörp unterstehe zudem aufgrund seiner schwierigen Finanzlage der Haushaltssicherung und müsse in allen Bereichen versuchen, Ausgaben zu sparen. In diesen Kontext passe auch, dass die geplanten Mittel für Grünflächenpflege von 25.000 € auf 14.000 € gekürzt wurden.

Lothar Otto: "Dafür nun andere verantwortlich machen zu wollen zeugt nicht gerade vom Einstehen für das eigene Handeln. Wir wünschen der Gemeinde Wittendörp bei der Ausschreibung der Grünflächenpflege mit dem Grünflächenkataster des Bauhofes als Leistungsverzeichnis viel Erfolg bei der Privatisierung und deutliche Einsparungen."

In Wittendörp hält man dagegen die Leistungen des Bauhofes für schlicht zu teuer. Beschlossen ist, dass nun ausgeschrieben wird und man zu einem passenden Angebot noch zwei weitere als Vergleich hinzuholt. Favorit ist derzeit eine Lübtheener Firma. Die kommt mit gutem Leumund und arbeitet u. a. bereits für die Hagenower Wohnungsbaugesellschaft.

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