Neuhaus : Teure Vorhaben trotz Geldsorgen

Offiziell ist Olaf Anderßon (r.) Projektmanager vom Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus. Spitznamen habe er aber schon viele gehört, meinte er auf dem Frühjahrsempfang der Gemeinde, auf dem er sich vorstellte.
Offiziell ist Olaf Anderßon (r.) Projektmanager vom Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus. Spitznamen habe er aber schon viele gehört, meinte er auf dem Frühjahrsempfang der Gemeinde, auf dem er sich vorstellte.

Bürgermeisterin gab Ausblick auf dringende Projekte und der Landrat bestätigt: Stallanlage auf der Gülze nun in Hand des Landkreises

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23. März 2018, 12:00 Uhr

Verwaltung und Politik im Amt Neuhaus stehen in den kommenden Monaten und Jahren vor großen Aufgaben. Das wurde auf dem Frühjahrsempfang der Gemeinde am Mittwochabend im Haus des Gastes deutlich. „Unsere finanziellen Zwänge fördern allerdings nicht die Entwicklung“, so Bürgermeisterin Grit Richter in ihrer Rede vor den geladenen Gästen. Ein Hoffnungsschimmer ist die vom Land Niedersachsen angebotene Zusammenarbeit, die sogenannte Konsolidierungs- und Enwicklungspartnerschaft. Dadurch könnte die Gemeinde, wie es in einem Schreiben des niedersächsischen Innenministeriums heißt, „zusätzliche Bedarfszuweisungsmittel“ erhalten. Allerdings müsste sich das Amt Neuhaus „im Gegenzug zu weiteren Konsolidierungsschritten verpflichten“. Heißt wohl nichts anderes, als weitere Sparmaßnahmen ergreifen, um mehr Geld vom Land zu bekommen.

Striktes Sparen dürfte aber nicht unbedingt hilfreich sein, bei den zahlreichen Projekten, die nun auf die Gemeinde zukommen. Die wichtigsten fasste Richter beim Frühjahrsempfang zusammen. Zu ihnen gehört unter anderem die Sanierung des Klärwerks. Daneben müsse ein neuer Boden in der Mehrzweckhalle verlegt und die Zufahrt zur Kita sowie die Sanitäranlagen in der Außenstelle der Grundschule in Tripkau saniert werden. Und nicht zuletzt steht in Neuhaus der Neubau einer Kita für Krippenkinder an. Dabei ist noch nicht geklärt, woher das Geld für den Bau eigentlich kommen soll. „Wir müssen das Projekt aber jetzt angehen. Da muss dann auch der Landkreis zusehen, wie er uns unterstützen kann“, meint dazu Thorsten Knebusch, 2. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Amt Neuhaus.

Unterstützung bekam die Gemeinde dagegen schon fast unerwartet bei einer anderen Herzensangelegenheit. Große Teile des „Schandflecks“, die alte Stallanlage auf der Gülze, wurden mittlerweile versteigert. Den Zuschlag bekam der Landkreis, wie Landrat Manfred Nahrstedt auf dem Empfang bekannt gab. Jetzt könnten öffentliche Fördermittel für die Schrottimmobilie beantragt werden. „Im Sommer sollte die Sanierung des Grundstücks anlaufen“, so der Landrat. Auf die Euphoriebremse tritt allerdings Bürgermeisterin Grit Richter. Der Zeitplan sei optimistisch, es könne länger als ein paar Wochen dauern, bis dort die Bagger anrollen. Die gute Nachricht ist aber, dass etwas Neues auf der Gülze entstehen wird. Was genau, ist allerdings noch nicht klar. „Es gibt viele verschiedene Vorstellungen“, meint der Ratsvorsitzende Dieter Schmidt. Vielleicht gebe es dort bald Blühwiesen. Das würde sich Dr. Olaf Anderßon, Projektmanager vom Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus, der sich auf dem Empfang offiziell vorstellte, sicherlich freuen.

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