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Hagenower Kreisblatt

20. September 2017 | 18:40 Uhr

Boizenburg-Land : Tendenz zur Briefwahl steigt an

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Im Amt Boizenburg Land fehlt noch ein Wahlhelfer. Ordnungsamtsleiterin sieht Plakatierung als großes Problem an

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Licht und Schatten beim Auftakt der Wahl zum 19. Bundestag im Bereich des Amtes Boizenburg-Land: In der Gemeinde Nostorf will bislang niemand Wahlvorsteher sein, unter dessen Verantwortung die Abgabe der Stimmen und deren Auszählung am 24. September erfolgen. „Wir suchen hier noch ganz dringend freiwillige Helfer“, sagt Gabriele Silz. Wie die Gemeindewahlleiterin des Amtes Boizenburg-Land erklärt, sei mit vier Leuten hier der harte Kern weggefallen. Hier bräuchte es verlässigen Ersatz, um auch in diesem Bereich einen ordnungsgemäßen Ablauf des Wahlsonntags gewährleisten zu können. Interessenten, die sich auch als Ersatzperson für eine der anderen Gemeinden im Amtsbereich aufstellen lassen würden, erhalten auf Wunsch gern von Gabriele Silz im Hauptamt der Verwaltung nähere Auskünfte zu Ablauf und weiteren Modalitäten. Erreichbar ist sie unter Telefon: 038847/38511 oder per Mail unter hauptamt@amtboizenburgland.de.

Ansonsten spricht sie von einem wirklich guten Start in die Bundestagswahl 2017. In den vergangenen Jahren beobachtete sie, dass sich die Möglichkeit der vorherigen Stimmabgabe einer steigenden Beliebtheit erfreut. Dieser Trend hält an, meint Silz angesichts von 492 Briefwählern am vierten Öffnungstag gegen Mittag. Im Briefwahllokal des Einwohnermeldeamtes stehen Karin Dührkop, Anja Dietz und Grit Haubold den Wählern bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Von den bisherigen Briefwählern haben übrigens 107 Personen ihre Wahlunterlagen online beantragt. Seit 2013 gibt es das Angebot, sich mit Hilfe des Internets Wege und Briefmarken zu sparen, und das käme, so Gabriele Silz, längst nicht nur bei der jüngeren Generation richtig gut an. Wie die Gemeindewahlleiterin hofft auch ihre Kollegin Karin Wienecke, dass möglichst viele der 5417 Wahlberechtigten aus den elf amtsangehörenden Gemeinden von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Indes verweist die Ordnungsamtsleiterin mit der Plakatierung auf ein mehr oder weniger großes Sorgenkind, das so eigentlich gar nicht vorhanden sein sollte. So habe die Ordnungsbehörde gemeinsam mit der Amtsvorsteherin Angelika Voß eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese sei seit Mai dieses Jahres in Kraft und regele auch, welche Partei mit wie vielen Plakaten im Amtsbereich vor der Wahl für sich werben darf. Besonders in den Dörfern entlang der B 5 Dersenow, Zahrensdorf und Neu Gülze zeige sich jedoch, dass die Vertreter von drei Parteien hier offensichtlich etwas falsch verstanden haben und es mit der Anzahl ihrer Werbeträger heftig übertrieben. Beinahe 50 Plakate mussten schon abgenommen werden.

Einmal, so Karin Wienecke, übernahm das die betreffende Partei selbst. Die beiden anderen erhalten eine Rechnung für den Aufwand, den das Amt deswegen betreiben musste. Gemeinden, die derartige Verstöße bei sich feststellen, melden dies bitte im Ordnungsamt, sagt Karin Wienecke und kündigt weitere Kontrollen an.

Ansonsten sollte der Amtsbereich einen unaufgeregten Wahlkampfendspurt erleben, irgendwelche Demos, Kundgebungen oder Partys seien nicht angemeldet.

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