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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 22:54 Uhr

Hagenow : Tausende Euro Schaden für die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Vandalismus kostet Hagenow jährlich über 10 000 Euro. Mitarbeiter des Bauhofs auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 21:15 Uhr

Der Müll verteilt sich über den gesamten Waldboden. Es sind Einweggläser, zerbrochene Asbestplatten und jeglicher Unrat, der achtlos in den Stadtwald von Hagenow geschmissen wird. „Häufig finden wir auch Elektrogeräte, Kindersitze, Autoreifen oder Sondermüll, den wir teuer entsorgen müssen“, erzählt Enrico Spanier, Leiter vom städtischen Bauhof Hagenow. Doch nicht nur die Verschmutzung ärgert den Hagenower, zudem werden die Schlagbäume aufgebrochen – mutwillig zerstört, um den Müll in der Natur entsorgen zu können.

Opfer mutwilliger Zerstörung werden auch immer wieder  die Toilettenhäuser, die entweder mit Farbe und Graffiti beschmiert werden  oder an dessen Türen sich Halbstarke auslassen. „Die Türen werden richtig aus ihrer Verankerung herausgebrochen. Auch eine Brechstange haben wir schon gefunden“, so Spanier weiter.

Über 10 000 Euro musste die Stadt in diesem Jahr aufbringen, um die Schäden durch Vandalismus beheben zu können. „Gerade Schäden auf einem Spielplatz müssen sofort behoben werden, da gibt es keine Diskussion“, so der Chef vom Bauhof.  Spanier denkt da zum Beispiel an einen Fall auf dem Spielplatz in der Möllner Straße. Unter der Netzschaukel wird hier gerne Mal ein Feuer angezündet. Für die unbekannten Täter eher Unfug, den sie verzapfen, für die Stadt 700 Euro Kosten, die sie tragen muss. „Und wir wissen alle, dass die Gelder knapp sind.“

Im Verhältnis zum vergangenen Jahr ist der Vandalismus in Hagenow nicht angestiegen. Häufig seinen es Fälle, die die Mitarbeiter vom Stadtbauhof bereits kennen. „Wir kämpfen stets und ständig gegen den Müll, der illegal entsorgt wird.“ Auf der Skaterbahn werde mindestens einmal im Monat etwas zerstört und auch beschmierte Mülleimer und Straßenlaternen sind an der Tagesordnung. Auch die großen Blumenkübel auf dem Lindenplatz werden häufig umgestoßen. „Solange die Täter aber nicht direkt erwischt werden, können wir nichts nachweisen“, so Spanier. „Wir versuchen bei illegaler Entsorgung in den Abfällen auf Hinweise zu stoßen.“ Doch bisher hatten die Mitarbeiter dabei noch keinen Erfolg.

Sehr ärgerlich war die Sachbeschädigung der Festzelte, die zum diesjährigen Heidefest in Viez aufgestellt wurden. „Durch die Witterung haben wir die Zelte einen Tag länger stehen gelassen, damit sie trocknen können“, erinnert sich Spanier. Am Dienstag waren dann lange Risse in den Zeltwänden. Sie wurden durch Unbekannte von oben bis unten aufgeschlitzt. Eine erfreuliche Nachricht hat Enrico Spanier dann noch.  Es werden immer weniger Frühblüher aus den öffentlichen Grünflächen der Stadt herausgerissen. „Vor zwei Jahren gab es dieses Problem noch, aber so mehr gepflanzt werden, desto mehr werden die Blumen auch in Ruhe gelassen“, fügt er freulich hinzu. Für das kommende Frühjahr haben die Mitarbeiter bereits vorgesorgt. Insgesamt 28000 Blumenzwiebeln wurden in den Boden gesteckt, so dass Hagenow nach dem Winter in einer bunten Blütenpracht erstrahlen wird.

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