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Ausstellung im Hagenower Rathaus : Tabu in die Öffentlichkeit rücken

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

IB, Stadt und Interventionsstelle Schwerin eröffnen Freitag Ausstellung gegen häusliche Gewalt / Zwei Vorträge klären über Thema auf

Ein Teddybär mit einer Träne im Auge lehnt an einer Wohnungstür, dabei macht das Türschild „Schäfer“ einen ganz sympathischen Eindruck. „Hier wohnt Familie Schäfer“ – lautet der Titel einer Wanderausstellung, die im Zuge der Projektwoche „Der häuslichen Gewalt keine Chance“ im Rathaus gezeigt wird. Sie wird am Freitag, 20. Juni, um 9.30 Uhr im Hagenower Rathaus eröffnet. „Sie ist auf Kinder ausgerichtet, aber auch auf Personen, die viel mit Kita-Kindern oder Schülern zu tun haben“, sagt Gabriela Wegner, Bereichsleiterin ambulante und stationäre Hilfen beim Internationalen Bund (IB). Der IB, die Stadt Hagenow sowie die Interventionsstelle für häusliche Gewalt haben diese Ausstellung zusammen auf die Beine gestellt. Auf den Bildern der Ausstellung ist Familie Schäfer in verschiedenen Situationen zu sehen – traute Familienidylle gehört genauso dazu wie die Szene, in der der Vater die Mutter jeden Moment schlagen könnte. „Wir wollen den Kindern keine Vorgaben machen, was sie sehen sollen, denn sie sollen selbst gucken, was sie entdecken“, sagt Gabriela Wegner. So habe es vor einigen Jahren unter dem Titel „Rosenstraße 76“ schon mal eine Ausstellung zum Thema häusliche Gewalt gegeben. Auf den Bildern waren „versteckte“ Hinweise wie ein Gürtel über der Stuhllehne zu sehen, die einen tieferen Einblick in familiäre Situationen erlaubten. Kinder, die mit solchen Themen nichts zu tun, erkennen auf solchen Bildern nichts. Kinder, die häuslicher Gewalt erleben, reagieren komisch. „Ein Mädchen konnte die Andeutungen auf den Bildern derart nachvollziehen, dass sie nicht den Raum mit den Bildern betreten konnte“, schildert Monika Schröder, Sozialarbeiterin beim IB. Bei der Ausstellungseröffnung werden zudem zwei Vorträge darüber informieren, was häusliche Gewalt ist (10 Uhr) und was das Miterleben von häuslicher Gewalt für körperliche und seelische Folgen nach sich zieht (11 Uhr). Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Mittwoch.

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erstellt am 17.Jun.2014 | 17:24 Uhr

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