Lübtheen : Super Klima im Klassenzimmer

Praktischer Unterricht: Die Funktion der Lüftungsanlage wird im Physikunterricht behandelt. Hier lernen die Schüler alles über die Möglichkeiten und Grenzen ihrer CO2-freien Schule.
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Praktischer Unterricht: Die Funktion der Lüftungsanlage wird im Physikunterricht behandelt. Hier lernen die Schüler alles über die Möglichkeiten und Grenzen ihrer CO2-freien Schule.

Schulleiter zieht nach fünf Jahren CO2-freie Schule Bilanz. Großer Festakt zum Jubiläum mit Tag der offenen Tür und Kindertag geplant

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13. Juni 2016, 21:00 Uhr

Seit fünf Jahren herrscht in der Lindenschule in Lübtheen ein super Klima. Ob 30 Grad Celsius im Schatten oder zweistellige Minusgrade im Winter, die Schüler der Regionalschule bekommen vom Wetter in ihrer Schule nicht so viel mit. Das Gebäude in der Rudolf-Breitscheid-Straße wurde 2011 von Grund auf saniert, verfügt nun über eine Grundwärmeversorgung, bei der die Wärme aus 18 Erdsonden produziert wird und ausnahmslos über Pumpen erfolgt. Das heißt, vom Keller aus wird das Raumklima gesteuert. Die Lüftungsanlage sorgt dann im gesamten Haus für ein angenehmes Klima. „Theoretisch müssten wir im Sommer nicht mal mehr Hitzefrei geben“, erzählt Schulleiter Andreas Cordt.

Die Investitionen für den Neubau beliefen sich auf insgesamt 4,7 Millionen Euro. Doch die Ausgaben waren jeden Cent wert, bestätigt der Schulleiter. „Wir haben hier Bedingungen geschaffen, die super für die Schüler sind.“ Die Rechnungen für immense Gaskosten wären nun nicht mehr vorhanden, „aber wir haben trotzdem noch Kosten, zum Beispiel für die Wartung der Lüftungsanlage.“ Aber auch der Standort der Schule sei nun ein großer Vorteil. „Es ist das erste Mal, dass wir alle Schulen und die Sporthalle an einem Ort vereint haben“, betont Cordt. Zuvor mussten Lehrer und Schüler ihre Pausen opfern, um in Klassenräume oder zum Sportunterricht zu gelangen. Auch längere Wege zum Bus mussten noch vor fünf Jahren auf sich genommen werden. „Nun haben wir gleich neben den Schulen einen Busplatz, an dem wir auch eine Aufsichtsperson stellen können.“


Tag der offenen Tür und Kinderfest in Planung

Regionalschule, Grundschule und Sporthalle bilden nun seit fünf Jahren den Schulstandort Lübtheen in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Grund genug für die Lindenschule – wie der Schulkomplex sich nennt – groß zu feiern. Am 18. Juni plant die Schule ein Fest auf ihrem Gelände. „Wir haben schon viele Gäste eingeladen. Wer aber noch Lust hat, kann gerne vorbeikommen“, lädt der Schulleiter ein. Nach den Grußworten von Bürgermeisterin Ute Lindenau, Andreas Cordt und weiteren Gästen werden die Schüler ein Programm im Atrium zeigen. Von 11 Uhr an geht es los. „Anschließend findet in der Regionalschule ein Tag der offenen Tür statt.“ Interessierte Schüler und Eltern können sich einen Einblick vom Lernangebot und dem CO2-freien Gebäude machen. Die Klassenstufen haben zusätzlich in zehn Stationen kleine Programme vorbereitet, wie beispielsweise einen Trommel-Workshop oder Projektarbeiten aus dem SOL – dem selbstständig organisierten Lernen. „Jede Klassenstufe hat sich mit den Lehrern gemeinsam Gedanken gemacht, was sie am Tag der offenen Tür zeigen wollen“, erzählt Cordt von den Vorbereitungen. Von 13.30 Uhr an wird der Festtag in der Grundschule und auf dem Schulhof fortgesetzt. Dann startet der traditionelle Kinder- und Familientag der Stadt Lübtheen. „Wir werden den Showtruck von Antenne MV hier haben und ein tolles Bühnenprogramm.“ Vom Ponyreiten über einen Streichelzoo, dem Kinderschminken, der Spielstraße, dem Bungee-Running, den Ständen der Schützen, Angler, Taubenzüchter und, und, und... gibt es ein reichhaltiges Angebot für alle Besucher.

Edes Ökomobil ist ebenfalls mit einem interessanten Angebot vor Ort. Der DRK Schulhort wird Bogenschießen für Kinder anbieten. Auf der Bühne werden Beiträge der Kinder aus der Awo-Kita, des DRK-Schulhortes und vom Kinderkirchenchor aufgeführt. Von 15 Uhr an zeigt dann die Puppenbühne Marta Olejka das Stück „die Überübe“.

Möglich wurde der große Festakt auf dem Schulgelände der Lindenschule durch zahlreiche Partner, Spenden und durch die Initiative „Wir Erfolg braucht Vielfalt“ des Landes MV.

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