Rollstuhlfahrer in Hagenow vermisst : Suche nach 73-Jährigen ging glimpflich aus

Einen glimpflichen Ausgang nahm die fieberhafte Suche nach einem vermissten 73-Jährigen aus Hagenow. Der Rollstuhlfahrer war einfach von zu Hause ausgebüxt. Die Familie benachrichtigte sofort die Polizei.

svz.de von
18. März 2013, 10:13 Uhr

Hagenow | Einen glimpflichen Ausgang nahm am Donnerstag die fieberhafte Suche nach einem vermissten 73-Jährigen. "Der Mann, ein Rollstuhlfahrer, war von seinen Angehörigen gegen 17.40 Uhr als von zu Hause verschwunden gemeldet worden. Da war er schon etwa anderthalb Stunden unterwegs. Die Vermutung lag nahe, dass er sich mit seinem batteriegetriebenen Gefährt in Richtung Lübbendorf aufgemacht haben könnte", berichtete bei Polizeigespräch zum Wochenende Uwe Mathews als Revierleiter von Hagenow. Gegen 18.45 Uhr sei dann von einem Familienmitglied die erlösende Botschaft gekommen, dass man den Vermissten gefunden habe. "Zum Glück hat es zu keiner Zeit lebensbedrohliche Situationen für den Vermissten gegeben", zeigte sich der Erste Polizeihauptkommissar gegenüber der SVZ erleichtert. Er lobte das schnelle Handeln der Familien, wodurch wertvolle Zeit vor Einbruch der Dunkelheit gewonnen werden konnte. "Besonders bei Älteren und Kindern sollte man sich einfach nicht scheuen, uns als Polizei zu benachrichtigen."

Beschäftigt haben die Beamten auch der witterungsbedingte Anstieg der Glätteunfälle. "Das hat uns doch schon ein wenig erschreckt. Insgesamt haben wir in der letzten Woche 31 Glätte-Unfälle mit vier teils schwer Verletzten aufgenommen, davon entfielen 12 auf nicht angepasste Geschwindigkeit." Am 13. März habe eine Geschwindigkeitskontrolle in der Wittenburger Goethestraße stattgefunden, einer beruhigten 30er Zone. "Innerhalb kürzster Zeit hatten wir sage und schreibe 16 Tempo-Überschreitungen. Und fast alles waren Einheimische. Das gibt uns doch sehr zu denken. Wir werden deshalb auch weiter Kontrollen bei Tempo, Gurt und Beleuchtung durchführen", kündigte Mathews an. Dann berichtete der Revierleiter noch über einen Unfall: Beim Zusammenstoß zweier Autos in Waschow waren am frühen Donnerstagmorgen zwei Fahrzeuginsassen verletzt worden, einer davon schwer. Der Zusammenstoß ereignete sich auf einer Straßenkreuzung in Waschow, wobei die 25-jährige Fahrerin eines Pkw VW eigenen Angaben zufolge einen auf der Hauptstraße herannahenden Skoda nicht bemerkt haben will. Bei der anschließenden Kollision erlitt die junge Frau schwere Verletzungen, mit denen sie stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Der 60-jährige Fahrer des Skoda kam mit leichten Verletzungen davon. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, sie mussten abgeschleppt werden. Die Ermittlungen der Polizei zur Unfallursache dauern an.

Egon Gruhlich, seines Zeichens Leiter der Kriminalkommissariat-Außenstelle in Hagenow, berichtete während der SVZ-Zusammenkunft vorm Wochenende über den Diebstahl eines Pkw Opel von einem Firmengelände in Wittenburg, der sich in der Zeit vom 9. bis 11. März ereignet haben soll. Außerdem sei- en von den unbekannten Tätern auch die Kennzeichen (LWL-AR 112) eines weiteren Fahrzeuges gestohlen worden. "Hier suchen wir mögliche Zeugen. Wer vielleicht etwas gesehen haben sollte, kann sich bei uns unter der Rufnummer 03883-6310 melden", sagt der Erste Polizeihauptkommissar, dessen Team desweiteren ein Handy-Diebstahl auf den Plan gerufen hatte. Demnach hatte eine Frau, Jahrgang 1954, am 10. März über Facebook zwei Männer und zwei Frauen zu einer Party eingeladen. Gefeiert wurde in der Bahnhofstraße in Hagenow. Später stellte die Gastgeberin dann fest, dass mit den Gästen auch ihr Handy weg war. "Man sollte schon ein Auge darauf haben, wen man einlädt und wen man bei sich zu Hause reinlässt", rät Gruhlich.

Um Ladendiebstähle mussten sich die Kripo-Beamten um Gruhlich in der letzten Zeit auch kümmern. So war am 7. März in der Bahnhofstraße in einem Baumarkt ein 46-Jähriger vom Ladendetektiv gestellt worden, weil er Ware im Wert von 2,49 Euro an sich genommen hatte, ohne sie zu bezahlen. Einen Tag später entnahm ein 55-Jähriger im selben Markt aus einer Verpackung zwei Schrankhalterungen. Als er den Kassenbereich durchschreiten wollte, wurde er vom Ladendetektiv zur Rede gestellt. "Die Strafe, die bei solchen Vergehen folgt, wird um ein Vielfaches höher sein, als diese minimalen Beträge ausmachen. Außerdem ist es wohl doch auch sehr peinlich, bei solch einer kriminellen Tat erwischt zu werden."

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