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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 13:01 Uhr

Picher : Stück für Stück zu neuer Schule

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In den Ferien ist die Schule in Picher wieder ein klein wenig moderner und schicker geworden, doch gewaltige Aufgaben bleiben

von
erstellt am 21.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Einige Schüler werden sich gestern früh ganz besonders in der Regionalen Schule in Picher gefreut haben, fanden sie doch zwei Klassenräume in frischen Farben vor. Eine Etage höher geht es in einem Schulraum an der riesigen elektronischen Tafel hochmodern im Unterricht zu. Schließlich können an dem über einen Computer gesteuerten Gerät zwei Schüler auf einmal auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm arbeiten. Mit speziellen Programmen eröffnen sich aber vor allem den Lehrern ganz andere Arbeitsmöglichkeiten. Eine normale Kreidetafel gibt es in diesem Raum nicht mehr.

Detlef Christ ist nicht nur Pichers Bürgermeister, er ist auch Schulverbandsvorsitzender. Und er ist stolz auf diese kleinen Verbesserungen, denn die stellen für den von sieben Dörfern getragenen Schulverband eine gewaltige Leistung dar. Immerhin gab der Verband in den Winterferien 7600 Euro aus. Doch diese Scheibchentaktik hat auch ihre Nachteile. Auf den ersten Blick sieht die Schule, für die am 15. Mai 1981 der Grundstein gelegt wurde, eigentlich modern und saniert aus, doch sie ist es nicht. Selbst die Fassade ist nur zum Teil im 21. Jahrhundert angekommen. Im hinteren Teil herrscht noch Plattenbautristesse aus DDR-Zeiten mit undichten Fenstern. „Dort heizen wir derzeit für draußen mit“, ulkt Christ und hofft auf bald angesetzte Gespräche mit der neuen Bildungsministerin. Es geht um die Finanzierung von rund 180 000 Euro mindestens, wie Uwe Werner vom Amt Hagenow-Land bestätigt. Allein könnte das der Schulverband nie und nimmer aufbringen.

Denn auch sonst gibt es viel Unaufschiebbares zu erledigen, beim Brandschutz beispielsweise. Allein dafür sollen in diesem Jahr 40 000 Euro investiert werden, vor allem in neue Türen. Abgeschlossen ist hingegen die Sanierung der Turnhalle, in die sind in den vergangenen Jahren gut 200 000 Euro geflossen. Dort hatte es vor Jahren einen Hitzestau gegeben, das Dach musst komplett neu gebaut werden.

Selbst wenn alles klappen sollte, bleibt die Einrichtung mit ihren derzeit 180 Schülern immer ein Kandidat auf der Sanierungsliste. Den großen Wurf, der in Hagenow z. B. bei der Heincke-Schule möglich war und jetzt auch für die Europaschule beschlossen wurde, diesen Wurf können die kleinen Gemeinden nicht leisten. Dennoch ist die kleine Schule schon ob ihrer Lage zwischen den Wirtschaftsräumen Hagenow und Ludwigslust für sehr viele Schüler und ihre Familien wichtig. Schon wegen der Fahrzeiten, aber auch wegen des Angebots in einer Schule mit überschaubaren Schülerzahlen und entsprechenden Möglichkeiten für den Unterricht.

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