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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 06:41 Uhr

Neuhaus : Stromanschluss mit Zaun herum

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gemeinde will Privatleute unterstützen, die auf ihren Grundstücken bis zu drei Plätze für Wohnmobile schaffen wollen

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 13:46 Uhr

„Eine halbwegs befestigte Fläche, ein Zaun drum herum und einen Stromanschluss, mehr erwarten Wohnmobilfahrer gar nicht,das reicht. Ich habe das auf meiner jüngsten Fahrt mit meinem Wohnmobil wieder gesehen“, versuchte Thorsten Knebusch von den Unabhängigen im jüngsten Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur seine Mitstreiter zu überzeugen, in Sachen Wohnmobilstellplatz erstmal kleine Brötchen zu backen.

Die Verwaltung hatte ein Papier mit Informationen erstellt und auch eine grobe Kostenschätzung für fünf bis sechs Wohnmobilstellplätze am ZOB in Neuhaus erarbeitet. Es gab einen Beschluss aus dem vorhergehenden Ausschuss, der sich dafür aussprach, Stellplätze in bescheidenem Ausmaß zu schaffen. „Das müssen wir klein angehen. Wenn wir als Gemeinde 32 000 Euro dafür ausgeben wollen, streicht uns der Landkreis diese Investition sowieso wieder raus. Man verdient ja auch kaum etwas daran“, so Knebusch weiter. Bürgermeisterin Grit Richter stellte klar, dass es sich um ein Informationspapier handele und nicht um einen Vorschlag aus der Verwaltung. „Wir müssen uns im Klaren darüber sein, was wir wollen, wie groß so etwas sein sollte und in welcher Ausführung.“ Von Klaus Karnatz (BAN) kam der Vorschlag, doch zunächst mal die Bürger in der Gemeinde Amt Neuhaus zu fragen, wer bereit ist, auf seinem Grundstück Wohnmobile stehen zu lassen. Das griff Knebusch auf und stellte die grundsätzliche Frage: „Machen wir als Gemeinde selbst etwas oder unterstützen wir Privatleute bei ihrem Bemühen, auf ihren Grundstücken Stellplätze zu schaffen?“

Grundsätzlich dürfen Wohnmobile überall dort, wo Parkplätze sind, auch über Nacht parken, aber gemütlich machen dürfen es sich die Camper nicht. Soll heißen, Campingtisch und -stühle müssen im Wagen bleiben. Wohl relativ leicht ist es, auf privaten Grundstücken bis zu drei Wohnmobilen Platz zu bieten, da sind die bürokratischen Hürden nicht so hoch.

Man kam im Ausschuss überein, zunächst abzufragen, ob es private Grundstückeigentümer gibt, die sich Stellplätze vorstellen können. Wenn es Interessenten gibt, soll denen bei allen bürokratischen Vorgängen geholfen werden, können sie auf Beratung zählen. „Grundsätzlich sollten wir mit diesem Thema mal anfangen“, meinte Ausschussvorsitzender Manfred Ickert (FDP) abschließend.

 

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