Boizenburg : Strom verbindet die Metropolregion

Der historischen Raddampfer 'Kaiser Wilhelm'  hier auf der Elbe bei Lauenburg. Am kommenden Wochenende fährt der Dampfer zum letzten Mal in dieser Saison.Archiv
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Der historischen Raddampfer "Kaiser Wilhelm" hier auf der Elbe bei Lauenburg. Am kommenden Wochenende fährt der Dampfer zum letzten Mal in dieser Saison.Archiv

In Boizenburg beriet die Lenkungsgruppe weitere Arbeitsschritte, um den Wassertourismus zwischen Hamburg und Wittenberge voranzubringen.

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26. September 2012, 09:52 Uhr

Boizenburg | Der historische Raddampfer "Kaiser Wilhelm" fährt am kommenden Wochenende, am Sonnabend und am Sonntag, jeweils ab Lauenburg 10.30 Uhr nach Bleckede und zurück. Liebhaber des historischen Dampfers haben so in dieser Saison das letzte Mal die Chance, auf Tour zu gehen.

"Eine Woche später fahren wir das Schiff nach Bleckede, weil dort ein geschützter Hafen ist, wo es im Winter liegen wird", ist von Wilhelm Bischoff, dem Geschäftsführer des Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtmuseums e.V. und Zahlmeister auf der "Kaiser Wilhelm" am Rande einer gemeinsamen Sitzung der Lenkungsgruppe des Projektes "Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge" und der Arbeitsgruppe der Elbe-Schifffahrtsunternehmen in Boizenburg zu erfahren. Eine ehrenamtliche Crew des Museumsschiffes pflegt und fährt den um 1900 gebauten kohlebefeuerten Seitenrad-Dampfer. Es gibt nur noch vier baugleiche Schiffe dieser Art.

Wilhelm Bischoff und viele weitere Schifffahrtunternehmer verfolgten im Boizenburger Rathaus interessiert die weiteren Arbeitsschritte der Lenkungsgruppe im Hinblick auf die Förderung des Wassertourismus an der Elbe.

"Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge" ist ein Leitprojekt der Metropolregion Hamburg und wird durch den Förderfonds der Metropolregion Hamburg sowie durch die Projektpartner finanziert. Die niedersächsischen Landkreise Lüneburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg sowie das Herzogtum Lauenburg, der Bezirk Hamburg-Bergedorf sowie die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Prignitz haben sich bekanntlich zu einem Kooperationsprojekt zusammen geschlossen, um den Wassertourismus auf der Elbe zwischen Hamburg und Wittenberge weiter voranzubringen.

Es geht insbesondere um die Stärkung der wassertouristischen Anbieter entlang der Elbe, um bessere Rahmenbedingungen, neue und abgestimmte touristische Angebote, um eine bessere Information und Vermarktung.

Dieses Projekt nimmt immer mehr Gestalt an und ist für die Anrainer der Elbe eine große Chance für die Zukunft, meint der zuständige Minister Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Till Backhaus.

"Mir liegt das Thema Metropolregion sehr am Herzen, und was ist einfacher, die Metropolregion Hamburg mit der Elbe zu verknüpfen. Ich glaube, wir bekommen so eine Riesenchance, weil wir der festen Überzeugung sind, dass mit der Flusslandschaft Elbe, mit den Biosphärensreservaten und auch mit der Querverbindung zum Schaalsee insgesamt die touristische Erschließung für die Metropolregion für uns von größter Bedeutung ist. Es geht um die Schaffung von Erlebnisbereichen, die die Menschen immer wieder gerne annehmen", betonte Minister Till Backhaus im Gespräch mit SVZ.

Und wie sieht Wilhelm Bischoff die sich nun entwickelnde Situation? "Gut. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann wird das durchaus nicht als Konkurrenz betrachtet. Denn die touristische Entwicklung in der Metropolregion hilft uns und auch den anderen Reedern, die auf der Elbe fahren."

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