zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 22:50 Uhr

Strenger Frost sprengt Wasseruhren

vom

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2012 | 05:23 Uhr

Hagenow | Der strenge Frost hält unsere Region weiter fest im Griff. Viele Bereiche sind betroffen: Versorgungsunternehmen kümmern sich um die Probleme ihrer Kunden, Autofahrer kommen nicht vom Hof, weil Batterien schlapp machen oder der Diesel nicht fließt, Wohnungsverwaltungen kontrollieren die Heizungsanlagen für die Wohnhäuser.

Wie sieht es im Einzelnen aus? Im Wasserversorgungsbereich der Stadtwerke Hagenow (zuständig für den Bereich der Stadt Hagenow, deren Ortsteile und der Orte Steegen und Paetow) kam es nach den Worten des zuständigen Leiters des Netzbetriebes Wasser, Dirk Oertel, bei der Wasserförderung zu keinen Problemen. Die Brunnen sind frostfrei und liefern täglich drei bis vier Millionen Liter Wasser mit einer konstanten Temperatur von rund plus zehn Grad Celsius. Das wirke im Wasserwerk wie eine Klimaanlage im Sommer und jetzt eben wie eine Heizung.

Neuralgische Punkte sind die Wasserzähler im Keller

Neuralgische Punkte sind nach seinen Worten vielmehr die Hauswasseranschlüsse. Die Hagenower Stadtwerke betreuen rund 2800 Wasserkunden. "Hier muss jeder Verbraucher dafür sorgen, dass die Wasserzähler frostfrei gehalten werden. Wenn das nicht geschieht, besteht bei diesen Temperaturen die Gefahr des Einfrierens. Vorgestern und gestern mussten wir schon mehr als sechs Frostschäden an Wasseruhren beseitigen", sagt Dirk Oertel und zeigt eine defekte Wasseruhr, die der Frost regelrecht gesprengt hat. Die Monteure der Stadtwerke sind rund um die Uhr über das Bereitschaftslelefon 08006152000 zu erreichen. Übrigens wird die eingefrorene Wasseruhr auf Rechnung des Kunden ausgetauscht.

Gasversorgung: Wie Roland Schwark, bei den Hagenower Stadtwerken zuständig für den Netzvertrieb Gas, im Gespräch mit SVZ sagte, sei der Verbrauch nach dem starken Frost um rund 30 Prozent angestiegen. Die Stadtwerke betreuen mehr als 3500 Gasverbraucher in und um Hagenow. Die Gasheizungen laufen jetzt auf Hochtouren. Die Stadtwerke beziehen das Gas nach den Worten von Schwark aus dem Eon-Hanse-Netz, das an das europäische Gasversorgungssystem angeschlossen ist. Die Gefahr des Einfrierens von Leitungen besteht bei Gas nach seinen Worten nicht.

"Die Versorgungssicherheit im Gebiet des Wasserbeschaffungsverbandes ist durch die erheblich niedrigen Temperaturen nicht beeinträchtigt. Der starke Frost hat bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Leitungen beschädigt, lediglich die frostbedingten Schäden an den Wasseruhren haben zugenommen. Wir verzeichnen täglich rund fünf bis sechs Frostschäden an Wasseruhren", sagt Nadine Lüpken, im Verband zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Zusammenhang weist der Verband alle Hauseigentümer darauf hin, Zähler und Wasserleitungen gegen Frost zu schützen und Fenster und Türen geschlossen zu halten. "Für Eigentümer von leer stehenden Häusern sind diese Hinweise ebenfalls zu beachten, denn hier werden die Probleme dann akut, wenn es taut. Niemand ist vor Ort und das Wasser kann ungehindert fließen. Der Schaden kann dann sehr groß werden. Für ungenutzte Gebäude bietet der Verband deshalb eine zeitweilige Stilllegung an", so Nadine Lüpken, die auf die Service-Nummer 038852/6210 des Verbandes aufmerksam macht.

In den Kfz-Werkstätten in der Region herrscht jetzt Hochbetrieb. "Wenn die Temperatur unter minus 15 Grad absinkt, machen Batterien Probleme, und Dieselfahrzeuge springen nicht an", sagte Wolfgang Schulz, Chef vom Hagenower Mazda-Autohaus und der Shell Station, der zudem betont, dass Fahrzeugführer nur den Original-Kraftstoff aus der Zapfsäule, Benzin oder Diesel, verwenden sollten, ohne selbst irgendwelche Zusätze hinzuzugeben, die die Motoren gefährden könnten. Heiß begehrt waren in der Werkstatt MN Weber -Automobile in Hagenow nach den Frostnächten Fahrzeugbatterien, wie Michael Märker gestern sagte.

Die Kameraden der Hagenower Feuerwehr sind auf Einsätze bei starken Frost vorbereitet, macht Wehrführer Steffen Kasulke deutlich, wenngleich gefrierendes Wasser sehr gefährlich werden kann. Der Gerätewart habe die Fahrzeuge bestens auf Winterbetrieb umgestellt. "Und auch was die Unterflurhydranten im Stadtgebiet von Hagenow betrifft, die für uns wichtig sind, wenn wir Löschwasser brauchen, da sind wir auf dem laufenden, haben in den vergangenen Monaten alle erfasst, und wir wissen wo wir zugreifen können", so Kasulke.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen