Wittendörp : Straßenbau: In Luckwitz muss etwas passieren

Sanierung dringend nötig: Bürgermeister Bernd Ankele auf dem Abschnitt des Kopfsteinpflasters in Luckwitz.
Sanierung dringend nötig: Bürgermeister Bernd Ankele auf dem Abschnitt des Kopfsteinpflasters in Luckwitz.

Gemeinde Wittendörp hat Sanierung mit in die Haushaltspläne aufgenommen.

svz.de von
11. Januar 2018, 12:00 Uhr

Wer derzeit auf der Kreisstraße 27 nahe der Ortslage Luckwitz unterwegs ist, wird schon ordentlich durchgeschüttelt. Wenn es dann aber tiefer in den kleinen Ort geht, hört im Prinzip das auf, was man herkömmlich als Straße bezeichnen möchte. Sowohl der Betonplattenweg, der vor Jahren angelegt wurde als auch das anschließende Kopfsteinpflaster sind eine Zumutung für Einwohner und Besucher. „Hier muss dringend etwas getan werden“, sagt Bürgermeister Bernd Ankele. Deshalb haben die Gemeindevertreter die Ortsdurchfahrt und deren Sanierung auf ihrer Prioritätenliste für den Straßenbau festgehalten. Das bedeutet, dass künftig vorbereitet wird, welche Maßnahmen zu welchem Preis möglich und nötig sind. Da beide Abschnitte saniert werden sollen, hoffen die Wittendörper dabei natürlich auch auf entsprechende Mittel aus den Förderprogrammen der EU. „Wir werden jetzt alles sorgsam vorbereiten und ab Februar konkreter werden. Bei den EU-Vergaberichtlinien muss man sich aber darauf einstellen, dass alles erst in zwei Jahren beginnen könnte“, so Ankele. Klar ist schon jetzt, dass es auch hier von Anwohnern Bedenken gibt. Manfred Nitzsche aus Luckwitz ist nach derzeitigem Stand sehr vorsichtig und eigentlich eher gegen den Straßenneubau. Der Grund ist einfach: Die zu erwartenden Kosten. „Ich habe seinerzeit mal, als ich noch in Wittenburg wohnte, für elf Meter Straße vor meinem Haus und elf Meter hinter meinem Haus ganze 16 000 Euro bezahlt. Das muss ich nicht noch einmal haben“ so Nitzsche.

Bernd Ankele kennt die Sorgen der Einwohner bei Straßenbau-Projekten. „Wir werden in jedem Fall versuchen, so viel wie möglich an Fördermitteln zu bekommen. Ohne Unterstützung werden wir nicht bauen. Denn dann wäre die Umlage auf die Einwohner viel zu hoch. Letztlich geht es aber auch darum, den Ort deutlich attraktiver zu machen und die Infrastruktur zu verbessern. Es geht um das Gemeinwohl“, so Ankele.

Manfred Nitzsche ist verärgert über die großen Landmaschinen im kleinen Ort. „Die fahren uns regelmäßig die Straßen und die Straßenränder kaputt und wir sollen am Ende bezahlen. Das sehe ich nicht ein. Ich warte mal ab, was da an Kosten auf uns zukommen soll. Ansonsten werde ich mich gegen die Sanierung wehren.“

In Luckwitz hatte es im vergangenen Jahr nicht nur wegen der Straße Unmut gegeben. Auch das Lichtraumprofil durch wuchernde Bäume und Büsche bereitete Kopfzerbrechen. Hier wurde jüngst mit Grünschnitt jedoch Abhilfe geschaffen.

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