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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 22:36 Uhr

Niendorf : Strandkörbe statt Werkstatt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Alte Fachwerkscheune wurde zum Ausstellungsraum umgebaut / Früher war hier die Werkstatt der LPG

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2014 | 13:06 Uhr

„Das hat sich hier ganz schön verändert“, stellt Nachbar Wolfgang Matzig fest, „hier war mein erster Arbeitsplatz. Die Werkstatt, die sich hier befand, habe ich selbst eingerichtet.“ Die LPG, für die Wolfgang Matzig in der Niendorfer Hauptstraße 20 als Landmaschinenschlosser gearbeitet hat, ist schon lange Geschichte. Statt Traktoren und Werkbank beherbergt die frisch sanierte Fachwerkscheune von Familie Schlüns seit dem April eine Ausstellung mit Strandkörben, rustikalen Gartenmöbeln und ausgefallenen Gartenobjekten.

Gehören Strandkörbe nicht an die Nord- oder Ostsee? Ramona Schlüns lacht. „Mein Mann Andreas ist ein Wasserkind. Da war klar, dass wir auf unserem Grundstück etwas machen wollen, das meine Leidenschaft für den Garten mit seiner Vorliebe für das Meer verbindet.“ Lange haben Ramona und Andreas Schlüns nach dem perfekten Strandkorb für den eigenen Garten gesucht und sind schließlich bei einer kleinen Manufaktur im Norden fündig geworden. Nachdem das super bequeme, grün gestreifte Prachtexemplar mit den maritimen Bullaugen in den Seitenteilen im Garten stand, war schnell der Entschluss gefasst, selbst Strandkörbe zu vertreiben. Gestartet sind Ramona und Andreas Schlüns mit einem Online-Shop unter dem phantasievollen Namen „gardeneedo“.

Zum Anfassen und Ausprobieren der Modelle wurde über den letzten Winter die alte Scheune zum Ausstellungsraum umgebaut.


Nordseestil oder doch mehr Ostseemöbel?


Der Interessent hat die Qual der Wahl: Nordseestil – gerade Bauform – oder ein Ostseemöbel mit geschwungenen Seiten? Kariert, gestreift oder uni? Ein Computerprogramm hilft bei der individuellen Zusammenstellung. „Ein Besucher hatte bei unserer Eröffnung erwartet, dass wir alle Modelle vorrätig haben. Dann würde ganz Niendorf voller Strandkörbe stehen.“

Prima träumen lässt sich im Strandkorb, das heftige Regenprasseln von draußen wird zum beruhigenden Meeresrauschen. Das Wasser – in diesem Fall die Krainke – fließt direkt hinter dem Wohnhaus vorbei. Einen Windschutz beim Entspannen könne man in dieser Region auch gut gebrauchen, meint Ramona Schlüns beim Rundgang durch den liebevoll dekorierten Garten. In der Giebelwand der Scheune sind noch zwei große Ventilatoren zu sehen. Mit ihnen wurde zu LPG-Zeiten das Heu- und Strohlager belüftet, damit es nicht zu Selbstentzündungen kam. Sie harmonieren gut mit den neuen Gartenobjekten aus Metall und den Sitzbänken aus ausrangierten Eisenbahnschwellen.



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