Gefahr in Boizenburg : „Stolpersteine“ in der Altstadt

Diese losen Steine bieten keinen Halt. Eine der möglichen Unfallstellen befindet sich in der Baustraße, Höhe Hausnummer 10.
Diese losen Steine bieten keinen Halt. Eine der möglichen Unfallstellen befindet sich in der Baustraße, Höhe Hausnummer 10.

Lose Katzenköpfe sind Gefahrenstellen auf Boizenburger Gehwegen

svz.de von
06. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Stolpersteine gibt es auch in Boizenburg. Allerdings erinnern die Elbestädter mit diesen nicht, wie man im ersten Moment jetzt vermuten könnte, an ehemalige jüdische Mitbürger. Hier handelt es sich um Gefahrenquellen im wahrsten Sinne des Wortes. Es empfiehlt sich in der Tat sehr aufmerksam in der historischen Altstadt unterwegs zu sein, um nicht über lose Katzenköpfe auf Gehwegen zu stolpern und in der Folge möglicherweise gar zu stürzen.

Passieren könnte das an so einigen Stellen in der Bau- und Reichenstraße sowie in der III. Twiete der Königstraße. Die Steine haben vermutlich durch Regenwasser und trockene Winde ihren festen Halt verloren und müssten demnach wieder befestigt werden, um Unfällen und Verletzungen von Fußgängern und Pedalrittern, die hier trotz Verbotes radeln, vorzubeugen.

Während sich dieses Problem relativ einfach beheben lassen sollte, ist eine zweite Reparaturbaustelle in Sicht, die dringend mehr Aufmerksamkeit braucht. Die Rede ist von der Pflasterung der Fahrbahn vor der ersten Wallbrücke in der Stiftstraße, Ecke Kirchplatz. Diese scheint auf ganzer Breite abzusacken. Auch an dieser Stelle ist der Untergrund vermutlich durch Regen weggespült. Autofahrer, die mit ihren Wagen regelrecht über diese Stellen „heizen“, verschärfen die Situation zusätzlich.

Wie es dazu auf eine entsprechende Nachfrage von Bürgermeister Harald Jäschke hieß, seien diese Hinweise berechtigt, und er nehme sie dankbar zur Kenntnis. „Die Beschädigungen an besagter Brücke sind uns bekannt. Die Wiederherstellung eines ordnungsgemäßen Zustandes ist in Arbeit. Die notwendigen Reparaturen sind indes ziemlich umfangreich und lassen sich so nicht von heute auf morgen realisieren“, erklärte der Verwaltungschef. Zu den Gefahrenpunkten auf den Gehwegen meinte er, dass das Team des städtischen Bauhofes während seiner Touren durch die Stadt, etwa beim Leeren der Papierkörbe, auch auf solche Unzulänglichkeiten achte. Natürlich könne es vorkommen, dass da und dort etwas übersehen werde. Die Stadt nehme aus diesem Grund entsprechende Anregungen von aufmerksamen Bürgern gern entgegen, sagte der Bürgermeister. Die Ansprechpartner hierfür seien im zuständigen Fachbereich 3 (Bau/Ordnung) im Bürgerhaus zu finden. Von dort würde auch noch einmal ein Mitarbeiter einen gezielten Rundgang durch die Altstadt unternehmen, um möglichst alle Schwachstellen aufzuspüren und beseitigen zu lassen.

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