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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 19:57 Uhr

Still ruht die Rögnitz...

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Beantragte Fördermittel für bauliche Maßnahmen an der Rögnitz für dieses Jahr nicht bewilligt /Landwirte äußern Unverständnis

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 13:23 Uhr

Anfang Dezember vergangenen Jahres wurden Landwirten und Grundstücksbesitzern die Ergebnisse eines hydrologischen Gutachtens zur Rögnitz vorgestellt. Das Profil der Rögnitz hat sich über die Jahre verengt, das Wasser fließt nicht mehr schnell genug ab, angrenzende Flächen werden überschwemmt und Grundstückbesitzer und -nutzer klagen über vernässte Flächen und Ertragseinbußen (SVZ berichtete mehrfach).

In einem groß angelegten Projekt soll mit verschiedenen Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden. Was ist in diesem Jahr passiert? Bisher gar nichts oder wenig. Fördermittel für weitere Planungen und erste Maßnahmen am Unterlauf der Rögnitz wurden vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in diesem Jahr nicht bewilligt, wie Michael Loch von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises bedauert. Das Projekt habe beim Landkreis einen hohen Stellenwert, so Michael Loch. Für 2015 würde erneut ein Antrag gestellt werden. Möglicherweise gebe es in diesem Jahr doch noch Mittel durch Verschiebungen oder Verzögerungen anderer Projekte. Man bleibe dran.

Der Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband (NDUV) darf an der Rögnitz nur normale Unterhaltungsarbeiten durchführen, das heißt die Böschungen mähen und das Kraut von der Sohle rausholen. Nur das es kaum noch eine Sohle gibt, aber dafür jede Menge Engstellen. Hier einzugreifen, ist dem Verband aber nicht erlaubt. Das besagt die Wasserrahmenrichtline. Eingriffe über die normale Unterhaltung hinaus sind Ausbaumaßnahmen, die eines Planfeststellungsverfahrens bedürfen, wie es der Landkreis als federführend in diesem Projekt anstrebt.

Dass es lange dauern kann, bis das Wasser in der Rögnitz wieder flott abfließt und nicht über die Ufer tritt, war Landwirt Jürgen Voss aus Laave natürlich gleich klar, als er die Informationsveranstaltung im Dezember 2013 besucht hatte. Dass in diesem Jahr aber nun gar nichts passiert ist, macht ihn wütend. „Ich konnte nach dem Starkregen vor ein paar Wochen nicht auf mein Grünland rauf und das Futter bergen, weil wieder alles zu nass war.“ Sein Nachbar, Jörg Garloff, der Weizen und Raps auf den Flächen an der Rögnitz angebaut hatte, hatte bei der Ernte Glück. Da waren die Flächen soweit abgetrocknet, dass er mit den Erntemaschinen wieder rauf konnte. „Aber es muss unbedingt etwas geschehen, damit das Wasser besser und schneller abfließt und das in diesem Jahr nichts passiert ist, ist schlimm“, äußert der Landwirt sein Unverständnis.

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