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Bürgermeisterwahl Hagenow : Stichwahl mit Speßhardt und Möller

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Entscheidung über neuen Bürgermeister fällt in 14 Tagen. Wahlbeteiligung schlecht bei nur 44,85 Prozent.

von
erstellt am 31.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Die Entscheidung über den neuen Chef der Hagenower Stadtverwaltung ist verschoben. Dietmar Speßhardt von der CDU gewann bei der gestrigen Wahl zwar mit 1814 die meisten Stimmen, verfehlte aber die erforderliche absolute Mehrheit. Wer neuer Bürgermeister wird entscheidet nun die Stichwahl am 14. Juni mit dem zweitplatzierten Kandidaten Thomas Möller von den Linken. Er kam auf 1653 Stimmen. Heike Schweda von der SPD bekam 908 Stimmen und landete damit auf den letzten Platz. Dieses Ergebnis zeichnete sich schon früh nach Schließung der Wahllokale ab, bereits nach der Auszählung in vier Wahlbezirken war der Trend klar.

Alle Kandidaten, die gestern Abend im Rathaus den Ergebnissen entgegenfieberten, nahmen das Ergebnis mit Fassung auf. Betroffen waren sie und alle gut 50 interessierten Bürger im Rathaus über die sehr schlechte Wahlbeteiligung. Nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ging an die Urne. Die Beteiligung war je nach Wahlbezirk extrem unterschiedlich. Auffällig war die extrem geringe Beteiligung im Stadtteil Kietz. Bei der Stichwahl in zwei Wochen entscheidet dann die einfache Mehrheit der Stimmen über den Sieg.

Kommentar von Mayk Pohle

 

Da half keine wochenlange Plakatflut, keine Werbung, kein Wahlforum: Die Mehrheit der Wähler in Hagenow interessiert offenbar nicht oder nicht mehr, wer künftig im Rathaus das Sagen hat. Das ist hart für alle Beteiligten und zeigt, welch schlechten  Ruf die Kommunalpolitik inzwischen hat. Während Boizenburg und Redefin von den Besuchern fast überrannt wurden, herrschte in den Hagenower Wahllokalen meist gähnende Leere. Das lässt für die Stichwahl Schlimmeres befürchten. Vielleicht lag es daran, dass es gar keinen Wahlkampf gab. Das heißt nicht, dass die beiden verbliebenen Kandidaten nun aufeinander losgehen sollten. Es wäre aber für alle Wähler gut zu wissen, warum man den einen oder doch den anderen wählen sollte. Was beide unterscheidet. Welche Ziele sie haben, welche Visionen für die Stadt. Und sie sollten auch klar sagen, was sie nicht ändern können. Damit die Vertrauenskrise in die kommunale Politik nicht noch schlimmer als jetzt schon wird.

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