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Redefin/Wittenburg : Stets dem inneren Kompass folgen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Diakon Mario Spiekermann schätzt Zeitgenossen, die gegen den Strom schwimmen und das auch durchhalten

von
erstellt am 17.Okt.2014 | 14:51 Uhr

Unheilbar Kranke, am Leben Verzweifelte, Einsame, Arbeitslose, Asylanten und von allen Vergessene: Unsere Gesellschaft kennt viele Nöte, offene und verborgene. Sicher: Viele werden aufgefangen durch gesetzliche öffentliche Hilfen. Wer aber entdeckt und entschlüsselt die geheimen Kümmernisse, die nicht mit Geld zu beheben sind? Wer tröstet von Mensch zu Mensch, wenn das Leben sein Ungemach aus dem Koffer holt? Wer streckt die Hand aus, wo andere sie wegziehen?

Hier versieht Mario Spiekermann seit 2007 als Diakon seinen Dienst am Menschen, im Auftrag der Kirche. In diesem Fall der katholischen. Vor 12 Jahren hat es den gebürtigen Sauerländer samt Familie ins Mecklenburgische verschlagen, nachdem eine Stelle als Religionslehrer frei geworden war. Seelsorge, Gottesdienste und Kirchenmusik gehören seitdem unter anderem zur Arbeit des verheirateten 42-Jährigen. Schwerpunktmäßig kümmert er sich um Heranwachsende, ist selber Vater von drei Kindern vier, elf und 13 Jahre alt.

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortet er am heimischen Küchentisch die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Versuche immer authentisch und tolerant zu sein.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

An einem nicht zu vollen Ostseestrand, bei möglichst stürmischem Wetter. Oder auch zu Hause bei meiner Familie.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich habe während meiner Schul- und Studienzeit massenhaft Nachhilfe in Englisch gegeben. Da war ich 14 Jahre alt.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Für Bücher und Musik, wahrscheinlich eine Langspielplatte von Chris de Burgh und Reinhard May.

Wo findet man Sie am ehesten?

Wahrscheinlich in einer der vielen Schulen im westlichen Landkreis zwischen Boizenburg, Vellahn, Wittenburg, Ludwigslust und Lübtheen im Religionsunterricht oder in einer der vielen katholischen Gemeinden.

Was stört Sie an anderen?

Unehrlichkeit und mangelnder Respekt. Abfälligkeit steht oft in Wechselwirkung mit eigener Orientierungslosigkeit.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Niemand konkretes. Doch ich schätze Menschen, die gegen den Strom schwimmen und das auch durchhalten, ohne kritikunfähig zu werden. Die stets dem inneren Kompass folgen.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

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