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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 12:38 Uhr

Kaarßen : Stelldichein von Barkas und Bulldog

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Oldtimer- und Lanz-Bulldog-Freunde Kaarßen veranstalteten den inzwischen 19. Oldtimertreff. Die Anzahl der Aussteller ist erneut gestiegen.

von
erstellt am 18.Mai.2015 | 11:30 Uhr

Viele wunderschöne Hingucker gab es auf dem jüngsten Oldtimertreffen in Kaarßen am Sonntag auf der Fläche des Sportplatzes zu sehen. Einer davon war sicher der himmelblaue Barkas B 1000 von Detlef Wartensleben. Er war mit Ehefrau Rita morgens aus Schwerin angereist, um das Prachtstück zu präsentieren.

„Wir sind während der Saison fast jedes Wochenende unterwegs und hier in Kaarßen waren wir auch schon drei oder vier Mal. Wir sind Rentner und in der Woche kümmern wir uns um Haus, Hof sowie Enkelkinder und am Wochenende geht es dann los“, so Detlef Wartensleben.

Im Innern gemütliche Sitzbänken

Während Rita Wartensleben es sich mit einem guten Buch auf der Sitzbank im Barkas gemütlich macht, erläutert er interessierten Besuchern alles zum himmelblauen Kleinbus. Er hat ihn seit acht Jahren. Das Fahrzeug wurde 1974 von den VEB Barkas-Werken in Karl-Marx-Stadt gebaut. Im Zeitraum zwischen 1957 und 1991 liefen die Kleintransporter dort vom Band. Den Barkas B 1000 gab es in verschiedenen Ausführungen als Kasten-, Krankentransport- und Pritschenwagen oder als Kleinbus. Sogar als Kleinlöschfahrzeug war der Barkas unterwegs. Vom B 1000 wurden insgesamt 175  740 Fahrzeuge gebaut.

Wie die meisten Oldtimerbesitzer schraubt Detlef Wartensleben selbst - das gehöre dazu. Genügend Ersatzteile ließen sich auch noch auftreiben. Seine Frau Rita kann mittlerweile aber auch alle fachlichen Fragen der Besucher beantworten. Zuhause in Schwerin-Mueß stehen noch drei fahrbereite Motorräder. Detlef Wartensleben hatte mal etwa 20 Stück stehen, die ganze Simson-„Vogelserie“ von Schwalbe über Spatz und Star bis hin zum Habicht. Von anderen gefiederten Lebewesen, nämlich den Hühnern, hatte ein motorisiertes Fahrrad seinen Spitznamen weg. Mit dem „Hühnerschreck“ war Vereinsmitglied Hans-Jürgen Schröder auf dem Gelände unterwegs.

Der Verein Oldtimer- und Lanz-Bulldog Freunde Kaarßen organisiert seit 19 Jahren das Oldtimertreffen. „Wir sind überwältigt von der Anzahl der Aussteller, es waren noch einmal mehr als im vergangenen Jahr. Glücklicherweise hatten wir noch eine zusätzliche, angrenzende Fläche vorbereitet, “ so Heinrich Rücker, der die ganze Zeit von einem Ende zum anderen flitzte. Auch mit den Besucherzahlen war man im Verein zufrieden.

„Ich denke, es liegt an dem volksfestähnlichen Charakter unseres Oldtimertreffens, dass so viele kommen“, erklärt sich Rücker die gute Resonanz. Dafür bietet der Verein ja auch Einiges: von herzhaft bis süß gibt es ein kulinarisches Angebot. Ein großer Teilemarkt gehört zum Ereignis ebenso dazu wie ein musikalisches Rahmenprogramm, dass seit Jahren zum einen der Shantychor „Die Kielschweine“ und zum anderen die Blaskapelle Kaarßen bestreiten. Zur Musik wurde im großen Zelt sogar das Tanzbein geschwungen und das Wetter machte fast die ganze Zeit mit, nur über Mittag gab es kurz ein paar Tropfen.

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