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Amt Hagenow Land : Steegen setzt weiter auf Zuzug

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Neues Baugebiet am alten Sportplatz ist jetzt baureif. Gemeinde fehlt es an eigenen Grundstücken für weitere Bauwillige

Bauen auf dem Land kommt wieder in Mode. Und zunehmend gibt es auch mehr Angebote für Bauwillige. Vellahn ist mit seinem neuen Baugebiet und 32 Plätzen für neue Häuser, das derzeit erschlossen wird, im ländlichen Bereich so etwas wie der Vorreiter. Doch es geht auch eine Nummer kleiner. Die Gemeinde Pätow-Steegen hat in dieser Woche die Erschließung für ihr neues Baugebiet „Am alten Sportplatz“ beendet. Es geht zwar „nur“ um vier Grundstücke, dennoch ist deren Erschließung direkt an der Kreisstraße viel beachtet worden.

Für Bürgermeister Holger Maty war es eine normale Sache, bei der letzten Bauabnahme dabei zu sein. „Jetzt müssen hier noch einmal die Vermesser ran und dann können wir uns mit den Bauwilligen einigen. Die sollen ja so schnell wie möglich anfangen können.“ Laut Maty gibt es für die Grundstücke bisher acht intensivere Anfragen und vier weit gediehene Gespräche mit Bauwilligen. Doch bisher wollte und konnte sich die Gemeinde zu genauen Preisen nicht äußern, weil die Erschließung nicht abgeschlossen war. Das ändert sich jetzt.

Es geht um vier Grundstücke zu je etwa 1000 Quadratmetern, die in günstiger Einzellage zur parallel verlaufenden Kreisstraße liegen. Insgesamt wurden in die recht edel ausgefallene Erschließung gut 68 500 Euro gesteckt. Abzüglich der Leistungen einiger Erschließer kommen auf die Gemeinde nun gut 50 000 Euro zu, die durch die Verkäufe refinanziert werden. Maty: „Für uns ist das ein großes und wichtiges Projekt, weil es Zuwachs symbolisiert und zeigt, dass wir als Gemeinde gut dastehen. Dass das hier alles so gut und reibungslos ging haben wir vor allem einen Mann zu verdanken, Uwe Werner vom Amt-Hagenow-Land.“ Der so Gelobte machte seinem Ruf, ein penibler Überprüfer zu sein, dann auch alle Ehre. Jeder Schacht, jeder Teil der Pflasterung wurde überprüft. Ergebnis für das Bauunternehmen LKT aus Wittenburg: Bis auf ein paar Nacharbeiten ist alles in Ordnung.

Für die Gemeinde sind mit dem Baugebiet die Ausweitungsmöglichkeiten fast erschöpft. Es gibt noch ein paar Chancen zur Lückenbebauung in Pätow und in Steegen. Dazu werden noch ein zwei Häuser aktuell verkauft, das war es dann auch. Der Gemeinde fehlen schlicht die Flächen, um weitere Ansiedlungen zu ermöglichen. Dabei ist das Wohnen im Hagenower Speckgürtel in Steinwurfweite zur Stadt nach wie vor attraktiv. Das hat auch Hagenow erkannt und bietet Häuslebauern jetzt wieder mehr Möglichkeiten.

Uwe Werner vom Amt Hagenow Land hat derweil einige wichtige Straßenbauprojekte im Blick. Da wäre zum einen der Ausbau des Angers in Moraas auf 167 Metern Länge sowie der Bau einer Spurbahn zum Klärwerk. Bei beiden Projekten sind die Vorbereitungen weit gediehen. Noch mehr Aufmerksamkeit wird hingegen ein anderes Bauvorhaben bekommen. Hier geht es in Redefin um die Straße am Mullberg direkt am Gestüt. Ein Teil der Straße ist schon längst ausgebaut, jetzt sollen die fehlenden 253 Meter folgen. Allerdings gab es nach Auskunft des Amtes gegen den Ausbau lange Widerstand der Denkmalpfleger und Naturschützer, die am liebsten gar keinen Ausbau wollten.

Doch die Straße an der Schokoladenseite des Gestütes ist schon lange nicht mehr vorzeigbar. Ein Vor-Ort-Termin brachte Klarheit, jetzt soll die Straße mit einem dunklen Pflaster ausgelegt werden, das von weitem an eine Asphaltstraße erinnert.

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erstellt am 06.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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