Bildungsminister beim Unternehmerverband : Status Quo bei Berufsschule bleibt

Bildungsminister Mathias Brodkorb, Wolfgang Hildesheim, amtierender Obermeister der Kfz-Innung, Peter Todt, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin und Renate Oeding von der Wirtschaftsfördergesellschaft Südwestmecklenburg (v.r.n.l.) unterhalten sich.
Bildungsminister Mathias Brodkorb, Wolfgang Hildesheim, amtierender Obermeister der Kfz-Innung, Peter Todt, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin und Renate Oeding von der Wirtschaftsfördergesellschaft Südwestmecklenburg (v.r.n.l.) unterhalten sich.

Unternehmerverband West-Mecklenburg hatte Bildungsminister Mathias Brodkorb eingeladen / Minister steht Rede und Antwort

von
02. März 2014, 18:19 Uhr

Was wird aus der Berufsschule Hagenow? Sollte der Standort einer Berufsschule eher zentral oder dezentral ausgerichtet sein?

Fragen, die die Teilnehmer auf dem Wirtschaftsstammtisch des Unternehmerverbandes West-Mecklenburg jüngst im Hagenower Sparkasengebäude gemeinsam mit dem Bildungsminister des Landes, Mathias Brodkorb, diskutierten. „Die Perspektive für Hagenows Berufsschule ist die eines Außenstandortes“, sagt der 36 Jahre alte Bildungsminister. Der Stammtisch wurde zusammen mit der IHK Schwerin, der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin sowie der Arbeitsgemeinschaft „SchuleWirtschaft“ organisiert. Es habe eine Umfrage unter Unternehmern gegeben, und die hätten sich ganz klar für einen zentralen Standort ausgesprochen. „Es geht der Wirtschaft um Wertschöpfung, und dafür braucht man eine qualitativ-wertvolle Ausbildung“, sagt Brodkorb. An einem Standort, an dem vieles gebündelt vorhanden ist, sei das leichter. Beim Ministerium liege nur die so genannte Schulaufsicht. Für die Planung der Schulstandorte sei der Landkreis zuständig, in seinen Händen liege auch die Schulentwicklungsplanung. Er könne als Minister nur schauen, ob die Beschlüsse richtig zustande gekommen sind, fügt Brodkorb erklärend hinzu.

Dennoch: Eine Vielzahl der anwesenden Unternehmer sowie weitere Fachleute wünschen sich eine Zentralisierung des hiesigen Berufsschulstandortes. „In die Schule sind schon jede Menge Mittel hinein geflossen, zudem hat sie eine tolle Ausstattung“, erklärte Gerhard Klinkmann, Vizepräsident der Handwerkskammer. Es wäre schade, wenn aus Zentralisierungsgründen an anderen Orten so etwas über Bord geworfen werden würde. Auch Wolfgang Hildesheim, amtierender Obermeister der Kfz-Innung, steht einem zentralen Berufsschulstandort z.B. in Schwerin skeptisch gegenüber. Auch Friseurmeisterin Beate Schmülling mischte sich in die Diskussion ein. Sie bedauere sehr, dass es am hiesigen Standort keine Fachlehrerin mehr für die Azubis in ihrem Bereich gebe. Mit der Lehrkraft am zentralen Berufsschulstandort seien sie sehr unzufrieden, und darüber hinaus sei die auch sehr oft krank, fügt sie hinzu.

Viele der Anwesenden hat Brodkorb mit seiner Rede sowie seinen Antworten am Donnerstagabend überzeugt. „Er ist einer, der etwas von der Sache versteht, der lösungsorientiert arbeitet“, sagt Katrin Albrecht. Zudem habe er konkrete Handlungen angeschoben, fügt Gerhard Klinkmann mit Blick auf die „Kopfnoten“-Debatte hinzu. Brodkorb wies in seiner Rede ebenso darauf hin, dass auch Verbesserungen im Berufsschulbereich angeschoben wurden, die nun greifen werden. So werde ein Lehrer künftig nur noch 26 statt bisher 29 Schüler unterrichten. Zudem wurden schon Mittel bereit gestellt, durch die die Anzahl der Stellen von Vertretungslehrern von 20 auf 73 erhöht werden konnte.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen