zur Navigation springen

Boizenburg : Stadtvertretung: Ein Platz blieb leer

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Stadtverordnete hatten am Donnerstag über insgesamt 35 Tagesordnungspunkte zu beraten/Konzeption zur Jugendarbeit abgelehnt

Ein Platz blieb diesmal leer ... Zu Beginn ihrer Sitzung am Donnerstagabend gedachten die Stadtvertreter zusammen mit der Bürgervorsteherin, dem Bürgermeister, Mitgliedern der Stadtverwaltung und Einwohnern des am vergangenen Sonnabend unerwartet verstorbenen Mitgliedes der CDU-Fraktion und Vorsitzenden des Sportangelvereins, Andreas Dierks. Bürgervorsteherin Heidrun Dräger würdigte das gesellschaftliche Engagement des 59-Jährigen.

In seinem anschließenden Bericht musste der Bürgermeister den Stadtvertretern mitteilen, dass der Haushalt für 2017 noch immer nicht durch die Kommunalaufsicht genehmigt wurde und daher alle auf der Tagesordnung stehenden Beschlüsse mit finanziellen Auswirkungen nur mit dem Vorbehalt der Genehmigung des Haushaltes beschlossen werden können. Nun muss mit allen investiven Projekten gewartet werden, bis die Genehmigung vorliegt - bis auf die Baumaßnahme Schillerstraße, über deren Gesamtkosten in Höhe von 870  000 Euro eine Einzelgenehmigung erteilt wurde.

Die gute Nachricht war, dass die Stadt am 26. April einen Fördermittelbescheid des StALU Westmecklenburg über 203  000 Euro zur Durchführung der Straßenbaumaßnahme Waldstraße im Ortsteil Metlitzhof erhalten hat. Damit kann die Maßnahme nach Genehmigung des Haushaltes sofort angeschoben werden. Außerdem konnte Harald Jäschke berichten, dass am 11. Mai das Preisgericht für den Architektenwettbewerb zum Grundschulzentrum die eingegangenen sieben Entwürfe aus ganz Europa bewertet und sich für einen Sieger entschieden hat, der offensichtlich alle Jurymitglieder begeisterte. „Bis zur Ausführung wird es allerdings noch einige Zeit dauern, da die Finanzierung erst dargestellt und Baufreiheit erreicht werden muss“, erklärte der Bürgermeister. Mit allen sieben Wettbewerbsbeiträgen wird es Mitte Juni eine eintägige Ausstellung in der Pausenhalle der Rudolf-Tarnow-Schule geben, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Bei der Einwohnerfragestunde kritisierten Nico Burmeister und Schuldirektorin Angela Hartmann den Zustand der städtischen Spielplätze vor allem auf der Siedlung und die geringen Ausgaben dafür. Angela Hartmann informierte die Stadtvertreter gleichzeitig darüber, dass es bei vielen Eltern von Erstklässlern Fragen dazu gebe, wie nach Fertigstellung des Grundschulzentrums ihre Kinder von der Siedlung dorthin gelangen sollen und ob es dann auch für sie genügend Hortplätze dort geben wird. Der Bürgermeister konnte darauf nur antworten, dass diese Fragen noch geklärt werden müssen. Entgegen den bisherigen Prognosen wird es in diesem Jahr an der Grundschule „An den Eichen“ drei erste Klassen geben und nicht nur zwei.

Für die künftige Jugendarbeit in der Stadt dürfte die Ablehnung der den Stadtvertretern vorgelegten Konzeption zur Jugendarbeit von großer Bedeutung sein. An der Konzeption hatten die Mitarbeiter des Jugendfreizeithauses, des ehemaligen Jugendclubs am Bahnhof und die Jugendpflegerin ein halbes Jahr gearbeitet. „Uns ist das zu wenig“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Lutz Heinrich und beantragte die Zurückweisung der Jugendkonzeption an die zuständigen Ausschüsse. Dem schlossen sich die Fraktionsvorsitzenden der SPD, Heinz Gohsmann, und Rainer Wilmer von den BfB an. Letzterer beantragte eine Terminvorgabe, wonach eine von der Stadtverwaltung überarbeitete Konzeption dem ersten SKS-Ausschuss nach der Sommerpause vorliegen soll. Lutz Heinrich übergab dem Bürgermeister ein fünfseitiges Papier, in dem in einer fraktionsübergreifenden Gesprächsrunde zusammen gefasst worden war, was die Teilnehmer „nicht richtig an der vorliegend Konzeption zur Jugendarbeit“ finden.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Mai.2017 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen