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Hagenower Kreisblatt

24. Oktober 2017 | 13:37 Uhr

Auszeichnung : Stadtvertreter ehren Bauherren

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bei der Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend wurde der Bauherrenpreis 2016 verliehen/Rege Anteilnahme der Einwohner

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2016 | 21:00 Uhr

Vier Wortbeiträge und 14 Einwohner Boizenburgs, die der Stadtvertretersitzung am Donnerstaagabend aufmerksam folgten - das gibt es nicht immer und ist ein erfreuliches Zeichen für das wachsende Interesse der Bürger an ihrer Kommunalpolitik.

Wichtiges Thema waren bei der Einwohnerfragestunde die Zustände an der Tarnowschule (SVZ berichtete am 22. und 29.9.). Lehrerin Dörte Harder von der Tarnowschule meinte, sie habe mit Interesse in der SVZ gelesen, dass das Grundschulzentrum nun fünf- statt vierzügig geplant werde. „Aber wo sollen die Schüler nach der vierten Klasse dann hin, doch sicher nicht an die Tarnowschule?“, fragte sie provokativ in die Runde. Sie hätten dort nur 14 Klassenräume. Und was würde die Stadt unternehmen, um Lehrer nach Boizenburg zu bringen?

Bürgermeister Harald Jäschke antwortete, dass mit den Schülern aus dem neuen Grundschulzentrum ja nicht vor 2021 zu rechnen wäre, bis dahin sei ja noch etwas Zeit. Mit dem Landkreis würden derzeit Gespräche zu einer neuen Festlegung der Schüler-Aufnahmekapazität an der Tarnowschule laufen, ob sich daraus ein Investitionsbedarf ergebe, werde man sehen. Bis dahin wolle die Stadt konsequent neue Schüler aus dem Nichteinzugsgebiet abweisen, derzeit wären das 15 Schüler an der Tarnowschule und neun an den Grundschulen.

In Bezug auf neue Lehrer für Boizenburg schlug er vor, dass sich doch Stadt und Lehrer am besten einmal zusammen setzten sollten, um sich zu diesem Thema gemeinsam etwas auszudenken. In seinem Bericht hatte der Bürgermeister informiert, dass die beanstandeten Mängel an der Tarnowschule derzeit anhand einer Prioritätenliste abgearbeitet würden. Dörte Harder mahnte an, dass die Probleme mit den Hofbänken schon längst behoben sein sollten, ob das nun endlich in den Oktoberferien geschehen würde? Das konnte Dagmar Poltier vom Bauamt nicht mit Sicherheit bejahen.

Auch Dirk Foitlänger vom Elternrat der Reinhard-Schule bezog sich auf die Planungen zum Grundschulzentrum und erklärte, er wie alle Eltern hätten erst durch den Artikel in der SVZ erfahren, dass der Hort dafür leer gezogen werden müsste, was denn damit passieren würde? Der Bürgermeister entgegnete, der DRK als Hortträger sei darüber von Beginn der Planungen an informiert worden und es werde gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Ein erfreuliches Thema war die Verleihung des Bauherrenpreises 2016. Den ersten Preis erhielt der Kieler Zahnarzt Dr. Uwe Engelsmann für die Sanierung des Fachwerkhauses Hamburger Straße 1 und 2. „Das ist das Tor zur Altstadt“ würdigte Harald Jäschke dieses Projekt.

„Das war mein bisher schönstes Objekt“, erklärte der Bauherr in seiner Danksagung. „Vorher wusste ich gar nicht, wo Boizenburg liegt, jetzt weiß ich es ganz genau. Ich bin stolz, dass wir den gesamten Bau nur mit lokalen Firmen bewältigt haben.“

Der Bauherr investierte in die Sanierung 1,8 Millionen Euro, dabei sind neun Wohnungen mit gehobenem Komfort und zwei Gewerbeeinheiten entstanden. „Das war früher die Anheizstation für die Bahn“, erzählt Karl-Heinz Kruse, der Architekt für den Bau. „Der Bauherr war bei dem Projekt schon mit Herzblut dabei. Ich bin ja ein Altstadtsanierer mit Leib und Seele und konnte ihn dafür gewinnen, den Schornstein als technisches Baudenkmal zu erhalten, dafür musste in ein Betonkorsett für die Stabilität investiert werden.“ Die Bauzeit dauerte insgesamt vom Herbst 2014 bis zum Herbst 2015.

Den zweiten Platz des Bauherrenpreises 2016 teilen sich Andreas Kruse und Wilfried Markel für die Objekte Markt 9 bzw. Kirchplatz 13 (Träger/Roeske/Schleusenow). Den dritten Platz belegte Bauherr Andreas Kunze für die Baustraße 12.

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