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"Tag der Sicherheit" in Hagenow : Stadtschule geht auf Nummer sicher

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Am „Tag der Sicherheit“ in der Hagenower Stadtschule lernten die Kinder gestern mit alltäglichen Gefahren umzugehen. Mit dabei: Busschule, Polizeibühne und Munitionsbergungsdienst.

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erstellt am 19.Apr.2013 | 09:55 Uhr

Hagenow | Langsam schiebt Karina den Metalldetektor über den Sand auf dem Spielplatz des Pausenhofes. Das Gerät piept leise vor sich hin, wird lauter und lauter, bis die Nadel schließlich ganz am Anschlag klebt. Ihre Klassenkameraden kommen näher. Was wohl hat Sprengmeister Udo Ullrich da vergraben? Eine entschärfte Handgranate? Eine alte Panzerfaust? Vorsichtig legt Karina das Teil frei und bekommt vom Fachmann gleich die Entwarnung. "Das ist eine Feuerlösch-Druckpatrone", sagt Ullrich. "Sie ist ungefährlich, aber sieht schon ein bisschen aus wie Munition." Genau deshalb ist Sprengmeister Ullrich hier. Er klärt die Schüler auf, was zu tun ist, wenn sie beim Spielen munitionsähnliche Gegenstände finden. "Nicht anfassen, absichern, markieren und die Polizei rufen", sagt er. "Wenn Ihr euch daran haltet, macht Ihr alles richtig." Für die Kinder hat Udo Ullrich auf einem Tisch entschärfte Munition aufgereiht. "Sie sollen sehen, wie Zünder, Minen und Splittersprenggranaten aussehen. "

Der Munitionsbergungsdienst war eine von vielen Stationen beim gestrigen "Tag der Sicherheit" in der Stadtschule am Mühlenteich. Alle zwei Jahre veranstalten die Lehrer an einem Unterrichtstag das Sicherheitstraining. Die Bus-Schule der LVG ist vor Ort, die Polizei-Puppenbühne spielt in der Turnhalle, die Hagenower Feuerwehr demonstriert ihre Technik, und vor der Schule ist ein Fahrrad- und Rollerparcours aufgebaut, auf dem die Kinder das sichere Fahren und einfache Grundregeln trainieren. "Je anschaulicher, desto mehr festigt sich das Wissen", sagt Schulleiterin Hilka Evert. Zwar müsse die Schule monatlich die Kinder zu bestimmten Themen belehren. Solche Tage wie dieser aber helfen, die Kinder noch sicherer im Umgang mit Gefahren zu machen. "Zudem können sie sich mit ihren eigenen Erfahrungen einbringen." Neu in diesem Jahr war die Station "Tatort Ohr". Auch hier kann es gefährlich werden für die Schüler, wie ihnen Jördis Wahls vom Kompetenzzentrum für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen vermittelte. Bei ihr lernten die Kinder, dass auch leiser Lärm auf Dauer ungesund ist und sie ihren Ohren ruhig auch mal Urlaub gönnen sollen. Ihr Tipp: "Mal alles ausmachen. Auch das Radio. Und ganz bewusst die Stille erleben."

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