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Perfekt : Stadt Zarrentin kauft Schandfleck Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Planungsgespräche für Mehrgenerationenhaus laufen. Handwerker sollen zusammengetrommelt werden

So richtig glücklich sieht er aus, der Bürgermeister von Zarrentin: Kein Wunder, soll doch nun einem langjährigen Schandfleck zu Leibe gerückt werden. „Wir als Stadt haben jetzt den alten Bahnhof gekauft. Er soll nach seinem Umbau ein Zentrum und Anlaufpunkt für ältere und jüngere Menschen werden“, berichtet Klaus Draeger im SVZ-Gespräch. Über die Kaufsumme sei Stillschweigen vereinbart worden, so das Stadtoberhaupt. Das passe schon, sagt Draeger. Ebenso wie die Tatsache, dass sich vor etwa vier Wochen das örtliche Jugendparlament gegründet habe, das dort sein Domizil finden solle und mit dem eine enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe geplant sei.

Dieses schon seit längerem ins Auge gefasste Mehrgenerationenhaus sei eine ganz wichtige Geschichte für die Kommune, betont er weiter. Die Gespräche mit dem Architekten liefen bereits. Ein Fördermittelantrag werde gestellt und Geld im kommunalen Haushalt bereits eingeplant. „Ab September wollen wir alle hiesigen Handwerker zusammentrommeln, um herauszufinden, wer uns wie bei der Umsetzung des Vorhabens helfen kann. Es werden unter anderem Dachdecker, Maurer, Zimmerleute, Elektriker, Maler und Fußbodenleger gebraucht“, zählt der Bürgermeister auf. Er ist voller Tatendrang und Zuversicht, warnt jedoch auch vor allzu schnellen Erwartungen. „Wir wollen kein Luftschloss bauen. Es wird mindestens ein Jahr dauern, bis die Planungen abgeschlossen sind.“ Die überwiegende Mehrheit der Zarrentiner befürworte das Projekt, das sich harmonisch in weitere Bauvorhaben eingliedere, freut sich Draeger.

„Es soll ja auch noch ein Penny-Markt gegenüber von Lidl gebaut werden. Dort, wo jetzt noch das alte BHG-Gebäude steht, das dann abgerissen wird. So bekommt der gesamte Platz eine enorme Aufwertung.“

Ganz ähnlich sieht das auch Klaus Draegers Stellvertreter Hermann Cechini. „Mit dem Kauf haben wir das alte Gebäude endlich vor dem weiteren Zerfall und Vandalismus gerettet. Das war uns nämlich wichtig“, betont der Stadtvertreter.

 

Der Bahnhof

Die Strecke von Hagenow Land nach Wittenburg wurde 1894, die Verlängerung nach Zarrentin 1896 eröffnet. Die weitere Verlängerung der Strecke nach Ratzeburg erfolgte 1897.  Die Demarkationslinie zwischen der britischen und der sowjetischen Besatzungszone führte bereits im Herbst 1945 zur Einstellung des Verkehrs zwischen Zarrentin und Klein Zecher. Die Demontage der Gleise auf dem Gebiet der DDR von Zarrentin bis zur Grenze erfolgte 1952. Während der Personenverkehr auf dem westlichen Abschnitt zwischen Ratzeburg und Klein Zecher bereits 1962 stillgelegt wurde, fuhr der letzte planmäßige Personenzug zwischen Hagenow und Zarrentin  im  Mai 2000.

Quelle: Dorfbahnhof.de

 

 

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