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Hagenower Kreisblatt

23. Oktober 2017 | 21:11 Uhr

Dömitz : Stadt investiert, aber nur sparsam

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

LED-Straßenbeleuchtung, Wohnhaus-Sanierung und Werbung an der Autobahn sind geplant. Stadtvertretung entscheidet wohl im Februar

von
erstellt am 18.Jan.2017 | 11:50 Uhr

Die Idee, den Eingangsbereich der Festung Dömitz umzugestalten, ist vom Tisch. „Die Kommunalaufsicht hat das Vorhaben aufgrund unserer Haushaltslage abgelehnt“, erklärte Bürgermeister Helmut Bode. Die Stadt kann ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen. Und das liege vor allem an der Festung. „Sie kostet uns pro Jahr rund 300 000 Euro für laufenden Betrieb, Personal und Abschreibungen“, sagt der Bürgermeister. „Eigentlich viel zu viel für eine kleine Stadt wie Dömitz. Aber wir haben die Festung nun einmal.“

Die Ablehnung dieses Projektes kann der Bürgermeister durchaus verschmerzen. Viel wichtiger sei, dass man das Kommandantenhaus saniert bekommt. Aber auch da ist ein Baubeginn nicht in Sicht. „Bevor die Machbarkeitsstudie nicht vorliegt, kann da nichts passieren“, sagt Helmut Bode. Einen Termin für deren Fertigstellung gebe es allerdings nicht. Im Moment gehe es noch darum, Fördermittel für die Erarbeitung der Studie aufzutun.

Doch auch wenn die finanzielle Situation der Stadt nicht rosig ist, will sie auch in diesem Jahr investieren und freiwillige Aufgaben finanzieren. „Wir können doch nicht alle freiwilligen Leistungen streichen“, betont Helmut Bode. „Dann stirbt das kulturelle Leben in der Stadt, und die Jugend sitzt auf der Straße.“ Und so ist der Jugendclub gerade wieder eröffnet worden. Auch die Bibliothek und die Dömitz-Info werden weiter betrieben.

Eine Investition, die sich schnell bezahlt machen soll, ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED in einigen Straßen. Rund 60 000 Euro sind dafür in den Entwurf des Haushaltsplanes 2017 eingestellt worden. „Wir hoffen auf eine Förderung von rund 50 Prozent“, so Helmut Bode. Weil die LED rund 65 Prozent weniger Strom verbrauchen als die aktuellen Leuchtmittel, solle sich die Investition schon in wenigen Jahren amortisiert haben. Geplant ist die Umrüstung in Schweriner Straße, Ludwigsluster Straße, Roggenfelder Straße und Leopoldsbrunnen.

Außerdem will die Stadt das Wohngebäude in der Torstraße 31 sanieren, das nach einem Schaden an der Abwasserleitung von Schwamm befallen ist. „Wir wollen das Haus in einen vernünftigen Zustand bringen, um es dann wieder zu vermieten oder zu verkaufen“, so Bode. Die Sanierung soll über die Städtebauförderung laufen. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 22 000 Euro. Der Kommune gehören noch weitere sanierungsbedürftige Gebäude in der Altstadt. Doch alles auf einmal gehe nicht. „Das nächste Gebäude kommt dann im nächsten Jahr dran.“

In diesem Jahr soll ein weiteres Projekt verwirklicht werden – endlich muss man sagen. Der Spielplatz auf dem Areal des abgerissenen Amtsgerichts. Rund 80 000 Euro sind für den Bau vorgesehen, der über die Städtebauförderung läuft. Von der Initiative LuK, von der Firma Witek und der Sparkassenstiftung sind dafür erhebliche Sponsorengelder eingegangen. Weil diese in der Summe sogar den erforderlichen Eigenanteil der Stadt übersteigen, könne ein zusätzliches Gerät aufgestellt werden. Doch noch kann es nicht losgehen. „Wir warten auf die Bewilligung der Städtebaufördermittel, die Unterlagen sind komplett eingereicht“, so Bode.

Außerdem will die Festungsstadt gemeinsam mit dem Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe an der Autobahn 14 werben. Es geht um die bekannten braunen Tafeln, auf denen für touristische Anziehungspunkte geworben wird.

Das letzte Wort zu den Investitionen haben jedoch die Stadtvertreter. Der Haushaltsplan wird derzeit in den Fachausschüssen beraten. „Ich hoffe, dass wir den Haushalt im Februar beschließen und ihn dann zum Kreis zur Genehmigung geben können“, so der Bürgermeister.

Übrigens: Im neu gestalteten Eingangsbereich der Festung sollte auch die Kasse ihren Platz finden, die bisher in einem Bauwagen untergebracht war. Doch der soll trotzdem nicht wieder aufgestellt werden. „Die Kassierung erfolgt nun in der Hauptwache“, so Helmut Bode.
 

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