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Vandalismus in Boizenburg : Sprayer verunstaltet die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Achtzehn illegale Graffitis seit Mitte Februar im Boizenburger Stadtgebiet. Bisheriger Schaden: 2700 Euro

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2016 | 07:45 Uhr

Ganze 18 Mal verewigt sich ein Sprayer seit Mitte Februar in Boizenburg. Zumeist auf Trafohäuschen, aber auch an einer Bushaltestelle und an der alten Kita am Weg der Jugend sind die manchmal farbigen, manchmal nur schwarzen Graffitis zu finden. Da der Sprayer als so genanntes „Tag“ immer eine kindlich gemalte Krone hinterlässt, manchmal mit und manchmal ohne zusätzliche Worte wie „Chaot“ oder „Hungry“, kann man wohl von einem Einzeltäter ausgehen, denn der „Tag“ gilt als eine Art Unterschrift bzw. Markierung.

Im Boizenburger Fall haben die Polizisten bereits intensive Ermittlungen aufgenommen. „Wir hatten hier so einen Fall noch nicht, aber ich habe Erfahrungen bei Ermittlungen in Wismar und Schwerin sammeln können“, erklärte Fredo Kreft, der Leiter des Polizeireviers im Gespräch mit der SVZ. Er schätzt den bisherigen Schaden auf rund 2700 Euro. Die Beamten verfolgen derzeit die Tat von Amts wegen und haben die betreffenden Eigentümer der beschädigten Sachen wie die Wemag, die Verkehrsbetriebe und die Stadtwerke angeschrieben. Sobald eine oder mehrere dieser Firmen Anzeige erstatten, wird der Vorgang der Staatsanwaltschaft übergeben. „Sollte derjenige weiter machen, kriegen wir ihn“, ist sich Fredo Kreft sicher. Das illegale Sprühen von Graffitis gilt nach Paragraph 303 des StGB als Straftat, für die Jugendliche ab 14 Jahren zur Verantwortung gezogen werden können, Jüngere je nachdem, ob eingeschätzt wird, dass sie sich über ihr Tun im Klaren waren. Das Sprühen ist demnach eine Sachbeschädigung, für die die Täter 30 Jahre haften. Die Kosten entstehen durch das Entfernen der Graffitis und das Wiederherstellen der Sache.

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