Zarrentin : Sprache der Musik braucht keinen Dolmetscher

Klaus Dieter Jung leitet den Meisterkurs „Die Kunst des Gesangs“.
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Klaus Dieter Jung leitet den Meisterkurs „Die Kunst des Gesangs“.

Im Kloster Zarrentin findet Sommerkurs für Sänger statt/Abschlusskonzert am Sonntag, 13. Juli, um 16 Uhr

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08. Juli 2014, 15:10 Uhr

„Das mittelalterliche Kloster bildet den idealen Rahmen für das, was wir hier derzeit machen“, betont Klaus Dieter Jung und meint damit den Sommerkurs für Sängerinnen und Sänger, die ihr Lied-, Opern- und Oratorien-Repertoire sowie ihre Bühnenpräsenz weiterentwickeln und vertiefen möchten.

Der 55-Jährige bietet aber auch Studenten, die ein Vorsingen vorbereiten oder sich an einem Wettbewerb beteiligen möchten, seinen fachlichen Rat als Dirigent. „Ich arbeite musikalisch mit den Sängern, da dies in der Praxis oft auf der Strecke bleibt“, erklärt der gebürtige Weimarer, der fast 20 Jahre in Österreich gelebt hat und jetzt in Hamburg zu Hause ist. Sich der Musik emotional wie technisch zu nähern, sei ein ganz eigener Prozess, sagt Jung. „Noten lesen ist das eine, sie aber in Musik umzusetzen, das andere.“ Wer hier Geschick beweise, spare sich viele Umwege in seiner beruflichen Laufbahn, ist sich der Wahl-Hamburger sicher. Er selber sei mit klassischer Musik aufgewachsen. „Schon als Sechsjähriger habe ich angefangen, Klavier zu spielen,“ verrät Jung im SVZ-Gespräch. Oper und Gesang hätten ihn seitdem nie wieder losgelassen.

„Dieses Jahr sind wir 12 Teilnehmer, davon kommen sechs aus China. Da bin ich ganz oft. Die Sprache der Musik funktioniert ohne Dolmetscher“, berichtet Jung weiter, der bereits das dritte Mal im Kloster weilt. Viele Teilnehmer seien dankbar, dass man musikalisch mit ihnen arbeite. Das beträfe besonders die Ausführungstechnik und den Stil.

„Zum Abschluss des Kurses geben wir gemeinsam am kommenden Sonntag, dem 13. Juli, um 16 Uhr, im Refektorium des Klosters ein öffentliches Abschlusskonzert. Die Kartenbestellung läuft über die Bibliothek unter telefon 038851-838510. Zum WM-Spiel um 21 Uhr sind alle Besucher wieder zu Hause. Versprochen!“

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