Horrorunfall : Splitt auf Schwitzstellen

Am vergangenen Freitag kamen vor Zarrentin zwei Personen uns Leben. Hier die Polizei bei der Unfallaufnahme
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Am vergangenen Freitag kamen vor Zarrentin zwei Personen uns Leben. Hier die Polizei bei der Unfallaufnahme

Die Ermittlungen zum schweren Unfall von Zarrentin laufen noch

svz.de von
15. Juli 2014, 20:28 Uhr

Die Ursache des schweren Unfalls am Freitagabend bei Zarrentin ist noch immer nicht geklärt. Die Ermittlungen dazu laufen noch, teilte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Ludwigslust auf SVZ-Anfrage mit. Aussagen zum Unfallhergang könnten möglicherweise erst in einigen Tagen getroffen werden.

 

Bei dem Unfall auf der L 04 waren zwei Männer aus Polen tödlich verunglückt (SVZ berichtete). Beim Wiedereinordnen nach einem Überholvorgang war deren Auto ins Schleudern geraten, nach rechts von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Crash war so stark, dass der Wagen in drei Teile gerissen wurde. Die Fahrzeuginsassen im Alter von 26 und 20 Jahren starben an der Unfallstelle. Als Unfallursache vermutete die Polizei zu hohe Geschwindigkeit. Anrufer und Nutzer von sozialen Netzwerken berichteten, dass dort besonders viel Split gelegen haben soll und die Ausschilderung miserabel war. Der Sprecher des Verkehrsministeriums, Steffen Wehner, teilte auf Anfrage mit, dass es in den vergangenen 15 Tagen auf diesem Abschnitt zwei Mal Reparaturarbeiten mit Splitt gegeben habe.

Am Montag, 30. Juni, seien dort durch einen Reparaturzug Flickstücke mit Asphalt gefüllt und anschließend abgesplittet worden. Der Splitt werde dann durch den normalen Verkehr in die Füllmasse gedrückt, um dem Straßenbelag den notwendigen Grip zu verpassen. Am 3. Juli sei der bis dahin nicht festgefahrene Splitt von der Fahrbahn gefegt worden, sagte Wehner. Auf dem Abschnitt zwischen Wittenburg und Zarrentin musste am 11. Juli seinen Angaben zufolge erneut Splitt aufgebracht werden, weil dort vereinzelt so genannte Schwitzstellen entstanden waren. Auslöser dafür seien die zu diesem Zeitpunkt hohen Temperaturen gewesen sein, die den Asphalt klebrig machten. Der lose Splitt sollte gestern entfernt werden. Bei beiden Reparaturarbeiten wurden laut Wehner standardmäßig Schilder aufgestellt, die Tempo 40 vorschrieben.





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