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Hagenower Kreisblatt

25. September 2017 | 21:00 Uhr

Streit in Hagenow : Sperrung erregt die Gemüter

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lange Straße muss im Zuge der Bauarbeiten für den Mühlenteich-Abfluss geschlossen werden / Sperrung auf wenige Wochen reduziert

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 18:47 Uhr

Da war Detlef Schlüter – gelinde gesagt – erst einmal sehr überrascht. Im Bau-Ausschuss wurde bekannt, dass die Lange Straße im Sommer voraussichtlich für drei Monate gesperrt werden solle. „Man hätte den Kontakt schon früher mit dem Ausschuss aufnehmen können“, ärgert sich der Vorsitzende über die sehr kurzfristige Bekanntgabe. Bereits nächste Woche Montag, am 2. Juni, soll die Lange Straße für eine Woche gesperrt werden.

Eine Nachricht, die auch die Gewerbetreibenden in der Langen Straße nicht kalt lässt. Zwischen 25 und 30 von ihnen besuchten die Ausschusssitzung, waren auch bei der Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend dabei. „Im Sommer erarbeiten wir den Umsatz, um über die Wintermonate zu kommen“, spielt Heidemarie Leuschner auf mögliche Einbußen an. Auch Martin Giesenhagen ist verärgert. „Seit etwa einem halben Jahr muss man vom Mecki zum Brillenhaus einmal durch die gesamte Innenstadt fahren“, spielt der Architekt auf den „großen Bogen“ vom Parkplatz „Altes Kino“ über die Raiffeisenbank in die Innenstadt.

Für den Bauausschuss-Vorsitzenden Detlef Schlüter ist der Unmut der Gewerbetreibenden und Anwohner verständlich. Deswegen hatte der 62-Jährige darauf gedrungen, kurzfristig eine Sonderbauberatung für den vergangenen Mittwoch einzuberufen. „Hierbei sollte geprüft werden, ob es gar nicht anders geht“, sagt Schlüter zu dem Treffen mit Vertretern der Stadt sowie des Ausschusses, der Baufirma sowie dem Ingenieurbüro. Und das Ergebnis fällt relativ positiv aus.

„Es werden nun Pläne so erstellt, dass eine dreimonatige Sperrung nicht mehr nötig sein wird“, beruhigt Hagenows Bürgermeisterin Gisela Schwarz. Es werde ein Plan erarbeitet, bei dem zwischenzeitlich eine Durchlässigkeit der Langen Straße gewährt werden soll, fügt sie hinzu. Zwischenzeitlich werde aber auch eine Sperrung erforderlich sein. Diese Zeiträume werden aber kürzer gefasst, fügt sie hinzu. Zunächst solle die einwöchige Sperrung abgewartet werden und dann der Bauablauf für die kommenden Wochen erstellt werden. „Es wird noch ein Treffen mit Vertretern der Gewerbetreibenden in der Langen Straße sowie dem Ingenieurbüro, dem Baubetrieb und der Verwaltung geben“, sagt Gisela Schwarz. Bei den bevor stehenden Bauarbeiten muss noch einmal die Straßendecke vom Ende der Poststraße bis zur Langen Straße/ Höhe Steuerbüro aufgemacht werden. Dort liegen viele Leitungen an der Oberfläche, die zuvor in der Erde waren und dort auch wieder hineingebracht werden müssen“, sagt Gisela Schwarz.

Dass es eine Sperrung geben wird, ist unumgänglich, meint auch Detlef Schlüter. Doch durch die verkürzte Sperrzeit werde eine enorme Erleichterung für die Gewerbetreibenden erbracht, freut sich der Diplom-Bauingenieur. Für Martin Giesenhagen hingegen ist nicht nachvollziehbar, warum man die Arbeiten nicht in zwei Bauabschnitten vollziehen kann, so dass eine Seite immer befahrbar bleibe. „Die Lange Straße ist zwar eine Einbahnstraße, aber zweispurig“, fügt er hinzu. Wie hoch die Kosten letztendlich für die Baumaßnahme ausfallen werden, kann Gisela Schwarz noch nicht sagen. Sie werden nun im Laufe der kommenden Pläne ermittelt. Bei der Baustelle am Mühlenteich wird seit Ende 2013 der Abfluss unterhalb der Post- und Langestraße erneuert.

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